Langsame Esser sind seltener übergewichtig

Wer seine Mahlzeiten hastig hinunterschlingt, entwickelt eher krankhaftes Übergewicht. Diesen Zusammenhang bestätigen laut "British Medical Journal "japanische Forscher in einer Auswertung der Daten von rund 60 000 Menschen".

Fukuoka. Langsam essen schützt vor dem Dickwerden.

Im Rahmen der Gesundheitschecks wurden den Teilnehmern sieben Fragen zu ihrem Lebensstil gestellt, darunter, ob ihre Essgeschwindigkeit schnell, normal oder langsam ist, ob sie nach dem Abendessen dreimal oder öfter pro Woche naschen und ob sie das Frühstück dreimal oder öfter in der Woche auslassen. In der Gruppe der Langsam-Esser waren überdurchschnittlich viele Frauen und deutlich weniger stark Übergewichtige als in der Gruppe der Normal- und Schnell-Esser. Sie untersuchte Gewicht, Body-Mass-Index und Taillenumfang von 59.717 krankenversicherten Diabetes-2-Patienten. Dieser Wert beschreibt das Verhältnis von Körpergewicht zu Körperoberfläche.

Die Forscher vermuten, dass Schnell-Esser weiter essen, obwohl der Hunger längst gestillt ist. Langsam-Esser hingegen spürten rechtzeitig, dass sie satt sind, und nähmen so weniger Kalorien auf. So konnten die Forscher ihren Gesundheitszustand ermitteln und in Relation zur Essgeschwindigkeit setzen. Zudem gehörten die Teilnehmer vermutlich zu einer eher gesundheitsbewussten Gruppe, da sie freiwillig an dem Programm teilgenommen hätten. So weist die Deutsche Gesellschaft für Ernährung seit langem darauf hin, dass langsames Essen den Genuss und das Sättigungsempfinden fördert. "Das Sättigungsgefühl wird unter anderem durch die Magendehnung beim Essen ausgelöst", erläutert DIfE-Forscher Kabisch.

Wer langsamer isst, ist also der Studie zufolge seltener dick.


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