"Lindenstraße"-Star Uecker erzählt erstmals Zum HIV-Schock kam auch noch Krebs!"

In seinem Buch Ich mach dann mal weiter beschrieb Georg den wohl schlimmsten Tag seines Lebens: Am 24. Februar 1993 begab er sich in die Notfallambulanz der Uniklinik Köln, weil er sich nicht gut gefühlt hätte. "Ich hatte ein Gespräch mit dem behandelnden Arzt".

© imago/BRIGANI-ART Georg Uecker spielt seit mehreren Jahrzehnten Dr. Morbus Hodkin habe die Diagnose damals gelautet, ein bösartiger Tumor des Lymphsystems. Bereits 2016 schockierte der beliebte Schauspieler seine Fans mit dem Geständnis, seit über 30 Jahren mit HIV infiziert zu sein. "Das haben die Untersuchungen ebenfalls ergeben", meint der Arzt weiter. Am Anfang der Behandlung hatte ich büschelweise Haare in der Hand, wenn ich mir nur über den Kopf fuhr. Da hatte ich meinen Vater gebeten, mir den Schädel zu rasieren. "Nach der Haar-Ausfall-Phase kam die Würgephase". Er war am Boden, nur wenige Wochen bevor ihm der Arzt die beiden Schockdiagnosen unterbreitete, war sein Freund John an Aids gestorben. Er hat den Krebs besiegt - und das schon vor bereits 25 Jahren. Georg Uecker hielt durch, schloss das Fenster immer wieder: "Das Gute daran ist, dass wenn man diesen Gedanken durchspielt, hat das einen reinigenden Effekt". "Der medizinische Fortschritt hat mich gerettet". Carsten Flöter. Ab 1991 pausierte er, war nur für kurze Auftritte zu sehen, seit 1995 ist der Mime wieder zurück. Anschließend wurde Uecker einer Chemotherapie unterzogen, die auch bei ihm die typischen Nebenwirkungen gezeigt haben. Er sorgte mit dem ersten Kuss von Mann zu Mann in der "Lindenstraße" für Skandale und schrieb gleichermaßen Geschichte. Auch privat lebt er offen homosexuell.

Jetzt erzählt Schauspieler Georg Uecker (55) seine dramatische Lebensgeschichte in seiner Autobiographie "Ich mach dann mal weiter" (Fischer Verlag, 14,99 Euro).


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