ROUNDUP: Rekordsumme für Schienennetz - Baustellen sollen weniger stören

"Mit der Rekordsumme von 9,3 Milliarden Euro sorgen wir für stabileren Verkehr, bessere Qualität und mehr Verlässlichkeit im deutschen Schienennetz", erklärte Infrastruktur-Vorstand Ronald Pofalla.

Trotz steigendem Bauvolumen - 2018 werden im Vergleich zum Vorjahr rund 800 Millionen Euro mehr ausgegeben - sollen die Auswirkungen auf die Kunden so gering wie möglich gehalten werden. Ein Großteil des Geldes kommt vom Bund. So soll die mehrmalige Sperrung derselben Strecke vermieden werden. Gebaut wird zum Beispiel von April bis Oktober zwischen Köln und Düsseldorf-Flughafen. Von Anfang Juli bis Anfang August ist die Strecke Hamburg-Hannover dran. "So konnten wir 2017 die durch Baustellen verursachten Verspätungen gegenüber 2016 um zehn Prozent reduzieren", sagt Pofalla. Das sei ein Erfolg des im Juli eingerichteten Lagezentrums Bau, das mittlerweile mehr als 100 Mitarbeiter habe.

Zudem will der Konzern ab 2021 das bundesweite Baustellenmanagement nach den Kriterien des kapazitätsschonenden Bauens steuern; in manchen Regionen werde damit bereits jetzt begonnen. Ziel sei, bei gleichbleibend intensivem Baugeschehen ein Drittel mehr Züge zu fahren, als dies heute möglich ist. 5,5 Milliarden Euro stehen für die Erneuerung und Instandhaltung von 1.600 Kilometer Gleisen, über 220 Brücken und über 1.700 Weichen zur Verfügung. Außerdem sind der Neu- und Ausbau bestehender Strecken und die Modernisierung von etwa 700 sanierungsbedürftigen Bahnhöfen vorgesehen.


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