Snowboarder Markus Schairer bricht sich Halswirbel

Schairer war in seinem Vieretefinale noch ins Ziel gefahren, ehe er ins Krankenhaus eingeliefert werden musste. Der Vorarlberger geriet auf der Kante in Rückenlage und schlug nach einem weiten Flug hart auf der Piste auf. Unglaublich: Der Weltmeister von 2009 stand wieder auf, fuhr nach dem Horror-Unfall noch selbst ins Ziel. Markus Schairer landet nach einem heftigen Sturz im Viertelfinale auf Platz 21. Dort stellten Ärzte den Bruch des fünften Halswirbels fest.

Wie das Österreichische Olympische Komittee mitteilt, sind keine neurologischen Beeinträchtigungen vorhanden, Folgeschäden können ausgeschlossen werden. Der Snowboarder soll möglichst bald mit ärztlicher Begleitung in die Heimat zurückreisen.

Der Vorarlberger hatte am Donnerstag gleich mehrfach Pech.

Für Schairer war der Wettkampf nach einem Sturz im Abschlusstraining schon unter keinen guten Vorzeichen gestanden. Der Ellbogen schmerzte den Routinier auch im Bewerb, später im Spital wurde auch eine nicht genauer definierte Verletzung festgestellt. Nachdem der 30-Jährige das Achtelfinale noch als Dritter überstand, flog er in der Runde darauf spektakulär ab.

Schairer war nicht der einzige Fahrer, dem der selektive Kurs, den die Athleten in einem Lauf zu sechst bewältigen mussten, zum Verhängnis wurde.

Der Vorarlberger wurde in einer wahren Sturzorgie im Semifinale ebenfalls Opfer des anspruchsvollen Kurses. Martin Nörl (Adlkofen) belegte als bester Deutscher Rang acht. "Ich hatte doch schon einige Verletzungen, irgendwann reicht es dann auch. Nur wegen dem Spaß will ich mich nicht ruinieren", meinte der zweifache Olympia-Teilnehmer, der gleich im Achtelfinale auf Schairer getroffen war: "Es war schade, weil ich lieber gegen andere fahre". "Ich habe ein Problem damit, mit jedem Sprung mein Genick zu riskieren", sagte Konstantin Schad.


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