Bob-Wahnsinn - Deutschland und Kanada holen Gold

Im Zweier-Bob wurden - wie schon einmal 1998 - zwei Goldmedaillen vergeben: Das deutsche Team Francesco Friedrich/Thorsten Margis war nach vier Läufen zeitgleich auf die Hundertstelsekunde mit den Kanadiern Kripps/Kopacz. Der 27-Jährige aus Oberbärenburg kam mit seinem Anschieber Thorsten Margis in Pyeongchang nach vier Läufen in 3:16,86 Minuten zeitgleich mit Gesamtweltcupsieger Justin Kripps aus Kanada über die Ziellinie. Beide Crews durften sich vor dem letzten Lauf noch Hoffnungen auf eine Medaille machen, musste wegen zu vieler Fahrfehler aber dem lettischen Duo Oskars Melbardis/Janis Strenga den Vortritt lassen.

Damit winkt der deutschen Mannschaft vier Jahre nach dem Debakel von Sotschi, als man ohne Edelmetall blieb, zwei Medaillen. Als vor den abschließenden Startern Friedrich und Kripps feststand, dass er Bronze gewonnen hatten, flossen bei dem 1,90-Meter-Hünen die Freudentränen. Der Kanadier Pierre Lueders und der Italiener Günther Huber holten damals Gold. "Erst im dritten Anlauf haben wir ihnen klar gemacht, dass wir zusammen gewonnen haben", sagte Friedrich zum ausgelassenen Jubel nach der Entscheidung. Es war bereits der achte Olympiasieg eines deutschen Bobpiloten.

Für Friedrich sah es nach zwei Läufen ebenfalls nicht gut aus, als er nur auf Rang fünf lag.

Mit neuem Bahnrekord schob sich Friedrich vom Fünften auf den zweiten Platz nach vorne. Lochner behielt mit Weber seinen dritten Rang und war nur drei Hundertstelsekunden langsamer als Friedrich.

Im Final-Durchgang wurde es dramatisch. Schon bei der WM 2017 hatten sich die beiden ein spannendes Duell geliefert. Auf den Plätzen vier und fünf landeten die deutschen Teams Walther/Poser und Lochner/Weber. "Das waren intensive vier Jahre in allen Bereichen", sagte der Bundestrainer. Auch für ihn war es damals eine persönliche Schmach, die er nun getilgt hat. "Es waren acht Jahre mit dem Jungen", sagte Leopold.


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