Bei Airbus sind bis zu 3700 Stellen in Gefahr

Ein unbestätigter Medienbericht des französischen Magazins "Challenges", wonach 3 600 Stellen bei Airbus von Streichungen oder Verlegungen betroffen sein sollen, hatte am bereits zurückliegenden Wochenende vor allem in Deutschland für Unruhe gesorgt.

Paris Airbus hat mit einer geringen Nachfrage nach seinen Großraumflugzeugen zu kämpfen. Betroffen seien Deutschland, Frankreich, Großbritannien und Spanien, teilte Airbus am Mittwoch im französischen Toulouse nach einem Treffen mit dem Betriebsrat mit.

Darüber werde nun mit den Sozialpartnern gesprochen. Danach könnten weitere Stellen in der Stammbelegschaft abgebaut werden.

Airbus will aber den meisten betroffenen Mitarbeitern neue Stellen im Unternehmen anbieten. Ab sechs Auslieferungen pro Jahr kann Airbus den Grossraumflieger in den kommenden Jahren industriell effizient produzieren. Vom Militärtransporter A400M sollen künftig nur noch acht pro Jahr gebaut werden. Deshalb stehen nun wohl Stellenstreichungen an. Aber auch Sevilla sei betroffen. So ist unklar, ob die Jobs gestrichen oder verlagert werden und welche Werke im Einzelnen betroffen sind. Es soll noch mehrere Treffen geben, um die Pläne abzustimmen.

Die Gerüchte von Jobstreichungen überraschten deshalb. Außerdem gibt es beim A400M weiter technische Probleme. Die Motorenlieferanten Pratt and Whitney kommen ihren Verpflichtungen nicht nach.

In Gewerkschaftskreisen in Deutschland wird ohnehin auf einen zwischen Airbus Deutschland und IG Metall abgeschlossenen Zukunftsvertrag verwiesen, der bis Ende 2020 die deutschen Airbus-Orte sichert. Vor allem in Bremen und Augsburg werde es schwer, andere Arbeitsplätze am gleichen Standort für die Betroffenen zu finden, zitiert Reuters einen Insider. Diese stellen auf die interne Versetzung von A380-Mitarbeitern zur Fertigung der A320-Flugzeugfamilie und der A350 ab; denn die Arbeitsgänge und Qualifikationen sind weitgehend vergleichbar.


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