Klagen bei Umsteigeflügen an Abflug- und Ankunftsort möglich

Dieses Recht auf Wahl des Gerichtsstandes gilt der Entscheidung zufolge, wenn die verschiedenen Flüge für eine Reise einheitlich gebucht wurden "und die große Verspätung bei Ankunft am Endziel auf eine Störung zurückzuführen ist, die sich auf dem ersten Flug ereignet hat". Damit können nun Passagiere in ihrem Heimatland klagen und müssen nicht im Ausland vor Gericht gehen.

Luxemburg - Konsumenten können ihre Ansprüche auf Entschädigung nach europäischer Fluggastrechteverordnung in Zukunft sowohl in dem Land, in dem der Flug gestartet ist, wie auch in dem der Landung einklagen - unabhängig von etwaigen Zwischenlandungen.

Im konkreten Fall hatten Passagiere bei Air Berlin beziehungsweise Iberia Umsteigeflüge von Spanien nach Deutschland gebucht. Die jeweils erste Teilstrecke wurde nicht von diesen Fluggesellschaften selbst, sondern von deren spanischem Partner Air Nostrum abgewickelt. Da dieser erste Flug verspätet war, verpassten die Passagiere ihre Anschlüsse und kamen mit bis zu 13 Stunden Verspätung in Deutschland an.

Im Auftrag der Betroffenen klagte dann die Flightright GmbH vor dem Amtsgericht Düsseldorf gegen Air Nostrum auf eine Ausgleichszahlung in Höhe von 500 Euro.

Das Amtsgericht Düsseldorf und der Bundesgerichtshof hatten Zweifel, dass deutsche Gerichte zuständig sind.

Der EuGH entschied jedoch anders. Dieser ist damit auch für die gesamte Strecke verantwortlich.


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