Nach Giftattacke gegen russischen Ex-Spion: England droht mit WM-Boykott

Moskau sei bereit, mit den britischen Behörden zusammenzuarbeiten.

Der britische Aussenminister Boris Johnson hat die Verschärfung von Sanktionen gegen Russland ins Spiel gebracht, falls die Regierung in Moskau hinter der schweren Erkrankung eines Ex-Doppelagenten stecken sollte. Die Frau soll seine Tochter sein. Die beiden befinden sich der Mitteilung zufolge in einem kritischem Zustand.

Litwinenko wurde 2006 in einem Londoner Hotel mit radioaktiv verseuchtem Tee vergiftet. Der Fall weckt Erinnerungen an den früheren russischen Spion Alexander Litvinenko, der 2006 in London mit radioaktivem Polonium-210 vergiftet worden war.

"Sie lehnte sich an ihn". Im Rahmen eines Austauschs inhaftierter Spione zwischen Moskau und Washington kam er 2010 nach Großbritannien.

Im südwestlich von London gelegenen Salisbury werden der 66-jährige Sergej Skripal und seine 33-jährige Tochter Julia auf der Intensivstation einer örtlichen Klinik behandelt.

In der Nacht auf Dienstag schloss die Polizei im Rahmen der Ermittlungen eine Pizzeria in Salisbury "als Vorsichtsmaßnahme". Zwei Polizisten, die sich am Tatort aufhielten, wurden am Dienstag ins Krankenhaus eingeliefert, weil sie über Augenjucken und Husten klagten. In den Neunziger Jahren wechselte er zum Glawnoje Raswedywatelnoje Uprawlenije, kurz GRU, der Hauptverwaltung für Aufklärung.

1995 wurde Skripal während einer Auslandsreise vom britischen Geheimdienst MI6 angeworben. Als Oberst war er bis in den Generalstab aufgestiegen, ehe er 1999 in Pension ging. Er habe keine weiteren Informationen, sagte er. Spätestens mit seinem Buch "Der FSB sprengt Russland", in dem er den russischen Geheimdienst beschuldigte, die Anschläge auf Moskauer Wohnhäuser 1999 organisiert zu haben, um den Tschetschenienkrieg wieder aufzunehmen, galt er in Moskau als Feind.

2010 kam Skripal frei.

Die Polizei gab offiziell nur an, es handle sich um einen Mann, der zwischen 60 und 70 Jahre alt ist, und eine Frau zwischen 30 und 40. Die Todesursache ist nicht bekannt. Der Kauf erfolgte ohne Darlehen. Dies berichteten unter anderem die BBC und der "Guardian". Die Vorwürfe der Vergangenheit würden theoretisch jedoch ausreichen, um Skripal zum Ziel des Kreml zu machen, sagte Giles - selbst wenn er bereits verurteilt und später freigelassen wurde.

Wirklich sagen lässt sich das bisher noch nicht.

Weil zuerst unklar war, mit welcher Substanz sich beiden Opfer vergiftet hatten, sperrte die Polizei den Fundort der Verletzten ab.

Als Gift wird in den britischen Medien das Opioid Fentanyl gehandelt, eine synthetisch gewonnene Substanz, die für Narkosen verwendet wird, aber auch als Schmerzmittel dient.


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