Neue Volksinitiative Jetzt sammeln Brandenburger Stimmen für Flughafen Tegel

Die AfD unterstützt hingegen die Volksinitiative und auch die Brandenburger CDU beschloss, sich nicht an der Volksinitiative für einen dauerhaften Weiterbetrieb von Tegel zu beteiligen.

Die neue Initiative in Brandenburg sieht zwei Problemlagen: Im Norden Berlins und dem angrenzenden Brandenburg geht es um die Verkehrsanbindung an den neuen BER, sollte Tegel geschlossen werden, im Süden sind es die Flugrouten und der Fluglärm.

Nach dem erfolgreichen Berliner Volksentscheid für die Offenhaltung des Flughafens Tegel will ein Verein in Brandenburg eine ähnliche Volksinitiative starten. Zunächst fällt jedoch am 24. März der offizielle Startschuss für die Mobilisierung zur neuen Volksinitiative.

Zuvor will Vida nächste Woche einen Antrag zum Weiterbetrieb von Tegel auch nach der BER-Eröffnung in den Brandenburger Landtag einbringen. Denn die Anrainer des neuen Flughafens profitieren (noch) von der jahrelangen Verzögerung am BER und hoffen bei Erfolg der Initiative einen Teil des Lärms den Tegelern überzuhelfen. "Ich gehe davon aus, dass das scheitert", sagte der Berliner Flughafenexperte und SPD-Abgeordnete, Jörg Stroedter. "Gemeinsam mit der FDP-Brandenburg und der BVB/Freie Wähler übernehmen wir Verantwortung und werden alles Erdenkliche tun, um den Flughafen Tegel zu erhalten", sagte Fraktionschef Sebastian Czaja.

Inzwischen hat Brandenburgs Finanzminister Christian Görke (Linke) doch Bereitschaft signalisiert, mit der Flughafengesellschaft (FBB) über die weitere Finanzierung zu verhandeln. "Gerade die gemeinsame Entwicklungsplanung ist ein Instrument, um die Offenhaltung zu gewährleisten, ohne sonstige Vorhaben beider Länder zu gefährden". Die FDP hatte auch den Berliner Volksentscheid zu Tegel ins Leben gerufen.

400 Millionen Euro sollten von Banken kommen, der Rest von den Gesellschaftern Berlin, Brandenburg und dem Bund.


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