Waffenhändler von Degersheim bei internationalem Händler-Ring

Tuttlingen/Bregenz. Die Polizei in Deutschland, Österreich und Frankreich hat einen internationalen Ring von Waffenhändlern zerschlagen. Bereits im Dezember hatten die Schweizer Behörden in diesem Zusammenhang ein illegales Waffenarsenal im St. Ein terroristischer Hintergrund wird ausgeschlossen. Dabei wurden elf Handfeuerwaffen, 1500 Schuss Munition und 100'000 Euro Bargeld sichergestellt. Die Ermittler stellten bei Hausdurchsuchungen insgesamt mehr als 100 Langwaffen, fast 50 Revolver und Pistolen, mehr als 100 Stichwaffen, mehrere Tausend Schuss Munition und viel Bargeld sicher, wie die Behörden am Mittwoch im österreichischen Bregenz mitteilten.

Nach dpa-Informationen wurden in Deutschland drei Haupttäter vorübergehend festgenommen.

Auf die Spur des Rings kam die Polizei nach eigenen Angaben dank Hinweisen französischer Kollegen aus Toulouse.

In Deutschland wurden im Raum Ludwigsburg, Stuttgart und Nürnberg laut Polizei acht Wohnungen durchsucht. Bei den Durchsuchungen im Nachbarland fanden die Ermittler in Vorarlberg 26 Faustfeuerwaffen, sechs Langwaffen und mehr als 200 Kilogramm Munition sowie in Niederösterreich mehr als 120 Lang- und Faustfeuerwaffen, hundert Stichwaffen und Munition.

Es fanden sich den Ermittlern zufolge keine Hinweise darauf, dass die in Deutschland und Österreich beschlagnahmten Waffen für Straftaten eingesetzt wurden.

Nach Angaben der St. Galler Kantonspolizei hatte der 61-jährige Schweizer illegal Waffen nach Österreich verkauft.

Die Ermittlungen wegen grenzüberschreitenden, bandenmäßigen Waffenhandels hatten im Juni 2017 begonnen.


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