Bundesliga: Dortmund gewinnt gegen Frankfurt

Keine 72 Stunden nach der Pleite gegen Red Bull Salzburg hat die Borussia in der Bundesliga das zuvor punktgleiche Eintracht Frankfurt mit 3:2 niedergerungen und den dritten Tabellenplatz von Bayer Leverkusen zurückerobert. Das Team von Trainer Peter Stöger gewann am Sonntag gegen den Tabellennachbarn Eintracht Frankfurt 3:2 (1:0) und machte damit einen wichtigen Schritt in Richtung Champions League. Nach scharfer Flanke von Christian Pulisic auf den zweiten Pfosten beförderte Russ den Ball vor dem einschussbereiten BVB-Spielmacher Marco Reus ins eigene Netz.

Luka Jovic konnte erst in der 75. Minute für Frankfurt ausgleichen, zwei Minuten später kam erneut der Führungstreffer durch Dortmunds Michy Batshuayi.

"Natürlich bin ich jetzt sehr erleichtert, weil ich zuletzt nicht mehr getroffen hatte". Nach dem 2:2 in der Nachspielzeit durch Danny Blum bescherte der Belgier Batshuayi seinem Team mit einem Drehschuss doch noch das Happy End. Ich habe meiner Mannschaft geholfen. Als Reaktion auf das dürftige Spiel gegen Salzburg ließ Stöger kräftig rotieren und beorderte gleich vier neue Profis in die Startelf. Der Österreicher setzte Weltmeister Mario Götze, Julian Weigl, Sokratis und Batshuayi zunächst auf die Bank, es stürmte Andre Schürrle, in der Innenverteidigung stand Winter-Zugang Manuel Akanji neben Ömer Toprak. Nur bei einem Schuss von Marco Reus (23.), der seinen Vertrag beim BVB zwei Tage zuvor bis 2023 verlängert hatte, war Torgefahr erkennbar. Es war laut "Kicker" das bereits fünfte Eigentor des Frankfurter Abwehrspielers in seinem 293 Bundesligaeinsatz.

Der Fauxpas durchkreuzte den Plan der Eintracht, die offensichtlich zunächst auf Abwarten gesetzt hatte.

Die Gäste sahen sich hilflos Wellen klar strukturierter, zielstrebiger Angriffe entgegen.

Frankfurter Chancen gab es mangels Ballbesitz und Passgenauigkeit in einer 35 Minuten lang einseitigen ersten Halbzeit nicht. Rechts wartete Danny da Costa immer wieder vergeblich. Eine Serie dreier Eckbälle mündete in die erste Gelegenheit durch Boateng, der mit der Hacke beinahe BVB-Torhüter Roman Bürki überlistet hätte (48.). "Zumindest in der zweiten Hälfte waren wir besser als Dortmund", meinte der Eigentorschütze. Noch aber nutzte die von Trainer Niko Kovac nun offensiver eingestellte Frankfurter Mannschaft das vor 81.360 Zuschauern im ausverkauften Signal-Iduna-Park nicht konsequent aus. Die Dortmunder Überlegenheit war dahin, die Angst vor einem erneuten Nackenschlag raubte dem BVB die Leichtigkeit - Jovic traf wuchtig per Kopf zum 1:1. Der eingewechselte Batshuayi, der nach einer Stunde Maximilian Philipp ersetzt hatte, schlug umgehend zurück.


Beliebt

VERBINDEN