Fußball-Präsident stürmt mit Pistole Platz - Abbruch

Das griechische Spitzenspiel zwischen PAOK Saloniki und AEK Athen ist in der 89. Minute abgebrochen worden. Damals warf ein Paok-Fan dem Trainer der gegnerischen Mannschaft Olympiakos Piräus die Papierrolle einer Registrierkasse an den Kopf. Nachdem das vermeintliche Führungstor der Gastgeber wegen einer Abseitsstellung nicht anerkannt worden war, stürmten Klub-Präsident Ivan Savvidis und weitere Personen auf den Platz. Savvidis dürfte bei seinem Platzsturm bewaffnet gewesen sein, auf Fotos ist am Gürtel des Präsidenten Gegenstand zu sehen, der eine Pistole oder ein Taser sein dürfte.

Der Schiedsrichter und seine Assistenten flüchteten in die Kabinen. Gerüchte, das Spiel könne doch noch fortgesetzt werden, beendete der Schiedsrichter nach etwa einer halben Stunde mit dem offizellen Abbruch. Der Fall muss nun von der griechischen Sportjustiz geklärt werden.

In der Toumba-Arena von PAOK Saloniki war bereits die Partie gegen Olympiakos Piräus am 25. Februar von Gewalt überschattet. Die Berufungskommission machte den Abzug von drei Meisterschaftspunkten rückgängig, zudem wurde der Zuschauerausschluss für zwei Spiele annulliert.

Die Hausherren erzielen beim Stand von 0:0 unmittelbar vor Spielende durch Gustavo Varela ein Tor, der Treffer wird allerdings zu Recht wegen Abseits aberkannt.

Im Anschluss hatten wütende PAOK-Fans das TV-Studio des staatlichen Senders ERT 3 gestürmt. Die Geldstrafe in Höhe von 30'000 Euro bleibt aber bestehen. Darin stand unter anderem, die Strafe sei "der größte Sportskandal der Geschichte". In der vergangenen Woche stürmten die eigenen Fans ein Fernsehstudio, am Sonntag stürmte der Vereinspräsident das Spielfeld.


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