New Yorker Met entlässt Dirigent James Levine

Die Metropolitan Opera hat ihren Stardirigenten endgültig gefeuert. Grund dafür sind Anschuldigungen mehrerer Männer, wonach Levine sie als Minderjährige sexuell missbraucht haben soll.

Seit Monaten häufen sich die Vorwürfe gegen den New Yorker Star-Dirigenten James Levine: Bereits in den 80er Jahren soll er junge Künstler sexuell missbraucht haben.

In einem Statement äußerte sich das Haus nun zu der Untersuchung. In der Erklärung heißt es außerdem, dass die externe Untersuchung dem Management der Oper und dem Vorstand sowie dem Intendanten Peter Gelb keinerlei Fehlverhalten im Umgang mit dem Fall Levine nachgewiesen habe und dass es keinerlei Versuche gab, den Fall zu vertuschen. Doch im vergangenen Dezember veränderte sich die Situation.

Jede Zusammenarbeit mit dem 74-Jährigen werde deshalb sofort beendet. Mit den Vorwürfen gegen ihn erreichte die Welle von Fällen sexueller Übergriffe auch die Welt der klassischen Musik. Nun hat ihn die Met endgültig entlassen.

Levine, der 40 Jahre in leitender Position an der Met war, hatte die Anschuldigungen bereits zu einem früheren Zeitpunkt zurückgewiesen. Die Met beauftragte daraufhin eine Anwaltskanzlei, die Vorwürfe zu untersuchen. In einem Statement bestätigt das Haus die Vorwürfe. Die Ermittlungen hätten "glaubhafte Beweise" hervorgebracht, dass Levine sich des sexuellen Missbrauchs schuldig gemacht habe, hieß es Medienberichten zufolge in der Begründung der Met Opera. Es habe Missbrauch und Belästigungen gegeben, sowohl bevor Levine für die Metropolitan Opera gearbeitet habe, als auch während seiner Zeit dort.

Im Lichte dieser Ergebnisse, so die Met in einer schriftlichen Stellungnahme, die der ARD vorliegt, halte man eine weitere Zusammenarbeit für unangemessen und ausgeschlossen.


Beliebt

VERBINDEN