Paralympics: Forster holt Gold

Für Eskau, die bei der Eröffnungsfeier schon die deutsche Fahne tragen durfte, sind die Paralympics in Pyeongchang schon jetzt eine Erfolgsgeschichte.

Der Präsident des Deutschen Behindertensportverbandes Friedhelm Julius Beucher war ebenfalls begeistert. Rothfuss gewann damit ihre dritte Silbermedaille bei den Paralympics in Südkorea. Fünf bei den Spielen 2014 in Sotschi und die ersten beiden in Südkorea. Die Siegerin der Abfahrt tritt im Super-G an.

Fahnenträgerin Andrea Eskau hat bei ihrem ersten Start bei den Paralympics in Pyeongchang eine Medaille verpasst. Anna-Lena Forster (Radolfszell/1,83)) ist als Vierte auch noch aussichtreich im Rennen.

Die Winter-Paralympics in Pyeongchang haben inzwischen einen Zuschauerrekord aufgestellt. 320 531 Tickets wurden nach Angaben der Veranstalter bis zum Dienstag verkauft. Im Vergleich zu den Spielen 2006 in Turin (162.974) hat sich die Besucherzahl fast verdoppelt. Das Spiel der Koreaner gegen Deutschland am Abend liegt mit 81 Prozent Auslastung auf Platz drei. In der stehenden Klasse holte außerdem Andrea Rothfuss (Mitteltal) Silber. Und Gold liegt nach zweimal Silber in der Tat auf dem Silbertablett, denn die Französin Marie Bochet ist bereits ausgeschieden. Gegen sie hatte sich Rothfuss sowohl in der Abfahrt als auch im Super-G geschlagen geben müssen.

Eskau brilliert am Schießstand und gewinnt Gold
Eskau brilliert am Schießstand und gewinnt Gold

Die 25-Jährige führt vor dem Slalom vor Momoka Muraoka (Japan/0,32 Sekunden zurück) und Claudia Lösch (Österreich/1,57). Insgesamt war die siebenmalige Paralympicssieger "mit weiten Teilen des ersten Laufs sehr zufrieden, auch wenn ich nicht gerne als Erste starte".

Die Slalom-Läufe der verschiedenen Klassen starten um 7 Uhr MEZ. Die 46-Jährige leistete sich am Dienstag in Pyeongchang bei schwierigen Bedingungen mit viel Wind nur einen Schießfehler und kam nach 42:36,6 Minuten ins Ziel. "Es ist echt verrückt", sagte die Magdeburgerin lachend im Ziel. "Das hatte ich nicht erwartet", sagte Eskau.

Verrückt, unerwartet, unbeschreiblich: Ganz aus dem Häuschen sind Athletin und Verbandschef nach dem zweiten Streich von Andrea Eskau bei den Paralympics in Pyeongchang.

Für Eskau, die sich mit Blick auf ihre jüngeren Konkurrentinnen oft als "alte Frau" bezeichnet, war es nach Silber im Langlauf über 12,5 km schon die zweite Medaille in Pyeongchang, insgesamt die elfte bei Paralympics in ihrer langen und erfolgreichen Karriere.


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