Türkische Streitkräfte haben Afrin eingekesselt

Das sei ein wichtiger Fortschritt in der Offensive gegen die YPG, erklärte das Militär.

Knapp acht Wochen nach Beginn ihrer Offensive gegen die Kurdenmiliz YPG in Nordsyrien haben die türkischen Streitkräfte die Stadt Afrin eingekesselt. Das Militär habe die Kontrolle über "entscheidende Gebiete" der Stadt übernommen.

Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte teilte mit, 300.000 Menschen seien eingeschlossen. Von unabhängiger Seite konnten die Angaben nicht bestätigt werden.

Die türkischen Streitkräfte hatten am 20. Januar die "Operation Olivenzweig" gegen die YPG begonnen. Die YPG hindere Zivilisten an der Flucht aus der Stadt, um sie als menschliche Schutzschilde zu benutzen, hieß es bei der staatlichen türkischen Nachrichtenagentur Anadolu. Als Grund für diesen Schritt hatte er gesagt: "Auf diese Weise wird die Hilfe von aussen blockiert und die Terrororganisation wird nicht mehr die Möglichkeit haben, mit jemandem einen Handel einzugehen". Sie will ein Erstarken der Kurden an ihrer Südgrenze verhindern und erachtet die YPG als Terrororganisation und verlängerten Arm der verbotenen Arbeiterpartei Kurdistans (PKK). Die PKK kämpft seit Jahrzehnten für Autonomie der Kurden in der Türkei.

Hunderte Menschen hatten am Montag noch versucht zu fliehen, meldete die Syrische Beobachtungsstelle. Syrien verblute, sagte Guterres am Montag vor dem UN-Sicherheitsrat in New York. Damit hätten in den vergangenen Tagen insgesamt mehr als 16.000 Zivilisten in den beiden Orten Zuflucht gefunden. Auch hätten die türkischen Angreifer Wasser- und Elektrizitätskraftwerke zerstört, die Afrin versorgen, sagte Ebrahim.


Beliebt

VERBINDEN