Hat der Chef der Berliner Jugendfeuerwehr mehrere Kinder sexuell missbraucht?

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Am Samstag trat der 62-Jährige von seinem Amt zurück, wie die Berliner Feuerwehr in einer Pressemitteilung bestätigte. Reinhard W., der auch im Hauptberuf Feuerwehrmann ist, wurde verboten, weiter zum Dienst zu kommen. Die Berliner Feuerwehr sprach in ihrer Mitteilung von Hinweisen "auf ein mögliches strafbares Fehlverhalten".

Reinhard W. (re.) bei der feierlichen Beförderung eines Jugendfeuerwehrlers. Es war ihm 2003 für die Jugendarbeit bei der Feuerwehr und die Aufklärung zum Brandschutz verliehen worden.

Dass es bei den offiziell nicht näher beschriebenen Vorwürfen nicht etwa um Veruntreuung von Geld oder Abrechnungsbetrug geht, sondern um etwas weitaus Schlimmeres, wird wenige Absätze später klar. Im Lichte dieser Vorwürfe würden die "betroffenen Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr und der Jugendfeuerwehr durch Experten" unterstützt. In der Führungsebene der Feuerwehr aufgrund der den Rücktritt betreffenden "Gründe sowie weiteren Hintergrundinformationen" nun "rechtliche Schritte" geprüft. Für eine Stellungnahme gegenüber dem KURIER war der Mann am Dienstag nicht zu erreichen.


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