Liga: Rot-Weiß Erfurt stellt Insolvenzantrag

Liga hat am Dienstagabend beim Amtsgericht den Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens eingereicht. Für das ohnehin abgeschlagene Schlusslicht würde ein Punktabzug den praktisch sicheren Abstieg in die Regionalliga bedeuten.

Drittliga-Fußball in Erfurt - wie lange noch?

Seit Wochen machte das Szenario einer geordneten Insolvenz bei Rot-Weiß Erfurt die Runde.

Die Statuten des DFB sehen bei Eröffnung eines Insolvenz-Verfahrens den Abzug von neun Punkten vor.

Damit hätte der Tabellenletzte der dritten Liga fast nich einholbare 21 Punkte Rückstand zum rettenden Ufer und das bei verbleibenden zehn Partien. "Durch den aktuellen Tabellenstand ist ein Hoffen auf den Klassenerhalt nicht mehr realistisch, es fehlt somit die Basis für eine positive Fortführungsprognose", so Präsident Frank Nowag auf der Homepage des Vereins.

Man sei sich bewusst, dass der Schritt für die Gläubiger schmerzhaft ist, bittet aber gleichwohl um Verständnis. Dem Verein war durch den Deutschen Fußball-Bund (DFB) bereits ein Punkt wegen des Verstoßes gegen die Zulassungsbestimmungen abgezogen worden. So wolle man gestärkt aus der Krise treten. "Die beispielhafte Unterstützung, die unsere Mannschaft nach wie vor durch unsere Fans erfährt, und das Bekenntnis unserer Sponsoren zum Verein bestärken uns darin, die kommenden schweren Monate gemeinsam durchzustehen".

In der nächsten Saison wird RWE sehr wahrscheinlich in der Regionalliga spielen.


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