Paralympics: Eskau und Fleig holen Gold im Biathlon

Bei den Frauen siegte Andrea Eskau und holte nach Gold und zweimal Silber ihr bereits viertes Edelmetall in Südkorea.

Die deutschen Biathleten Andrea Eskau und Martin Fleig holen bei den Paralympics in der Nacht auf Freitag Gold.

Martin Fleig hat bei den Paralympics in Pyeongchang Gold im Biathlon gewonnen und damit als erster deutscher Para-Athlet seit 2010 eine Medaille bei Winterspielen errungen. Die 23-Jährige musste sich über 12,5 Kilometer bei den sehbehinderten Athletinnen nur der umstrittenen Russin Michalina Lisowa und Oxana Schischkowa geschlagen geben. "Ich fühle mich wie im falschen Film, ich habe noch gar keine richtigen Worte", sagte Fleig. Für das deutsche Team stehen nun 15 Medaillen in der Bilanz, sechs goldene, sieben silberne und zwei bronzene. Zuletzt war das Gerd Schönfelder in Vancouver gelungen. In Sotschi 2014 waren alle 15 Medaillen auf das Konto der Frauen gegangen. Zu Fleig, der in der sitzenden Kategorie zuvor Sechster und Vierter in Südkorea geworden war, sagte er: "Es freut mich unglaublich für Martin". Wir haben starke Frauen. Er hat so viel investiert. "Das I-Tüpfelchen ist jetzt da mit der Goldmedaille". "Martin war Doppel-Weltmeister und stand extrem unter Druck", sagte sie.

Eine große Leistung lieferte auch Eskau selbst wieder. Wie Fleig war auch sie fehlerfrei geblieben.

Der Präsident des Deutschen Behindertensportverbandes (DBS), Friedhelm Julius Beucher, meinte: "Sie hat mir gestern gesagt: 'Morgen zeig ich's nochmal'".

Eskau erklärte ihre Biathlon-Erfolge auch mit besonderer Hilfe. Die Magdeburgerin blieb in allen vier Schießen ohne Fehler. "Im Grunde habe ich die ganzen Erfolge im Biathlon dem kanadischen Trainer zu verdanken". "Er hat zu mir gesagt: "Wenn du nichts gewinnen willst, nimm die. Dann haben wir nochmal ein neues System gekauft".


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