Thüringen: Polizei findet Sprengstoff in Antifa-Szene - LKA ermittelt

Am Freitag hatte das LKA mitgeteilt, dass der Staatsschutz sich nicht an den Ermittlungen beteiligen werde. Der Sprengstoff sowie mehrere Kilo Chemikalien waren am Dienstag bei Durchsuchungen in der Antifa-Szene entdeckt worden. Vorwurf: Verdacht der Vorbereitung eines Explosions- oder Strahlungsverbrechens. Ob die Bewertung nunmehr eine andere sei, teilten die Behörden nicht mit. Das Bündnis war 2016 bei der Verleihung des Thüringer Demokratiepreises von der Landesregierung ausgezeichnet worden. Das Bündnis hat sich bereits von den Aktivitäten seines Ex-Mitglieds distanziert. Thüringens CDU-Landes- und Fraktionschef Mike Mohring (46) sagte zur "WamS": "Die bisher vorliegenden Erkenntnisse legen den Schluss nah, dass der Pressesprecher eines von der Ramelow-Regierung ausgezeichneten Bündnisses Sprengstoffanschläge vorbereitete". Die Vorfälle beim G20-Gipfel in Hamburg hätten gezeigt, dass es auch auf der linksextremen Seite des politischen Spektrums ein gefährliches Potential gebe. Der SPD-Politiker hält es aber auch "für nicht ausgeschlossen, dass die Ermittlungen in ein kleinkriminelles Milieu führen könnten". Spekulationen über Anschlagspläne seien "totaler Humbug". Sein mutmaßlicher Komplize gab an, er habe seinem schwer erkrankten Freund "mit solchen Feuerwerken etwas Besonderes bieten wollen".

ERFURT taz | Nach dem Sprengstofffund im thüringischen Landkreis Saalfeld-Rudolstadt in der vergangenen Woche debattierte nun der Thüringer Landtag über den Fall. Sowohl AfD- als auch CDU-Fraktion stellten Sonderanträge, um das Thema im Rahmen einer Aktuellen Stunde zu diskutieren.


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