Grippewelle verursacht höchsten Krankenstand seit zehn Jahren

Der Krankenstand hat im Februar mit 6,2 Prozent den höchsten Wert seit zehn Jahren erreicht, wie der BKK Dachverband mitteilt. Das geht aus einer Statistik der Betriebskrankenkassen hervor. Jeder Dritte davon blieb wegen einer Grippe oder anderer Atemwegsinfekte zuhause.

Wie es heißt, hatten Rheinland-Pfalz, das Saarland sowie die ostdeutschen Bundesländer die höchsten Krankenstände. Am wenigsten von grippalen Infekten betroffen waren Hamburg, Bayern und Baden-Württemberg.

Die Abweichungen seien mit der unterschiedlichen Altersstruktur in den Ländern sowie der jeweiligen Infrastruktur und wirtschaftlichen Lage zu erklären. Gleiches gelte etwa für Polizisten oder Busfahrer. Weniger stark betroffen sind dagegen IT-Beschäftigte, Landwirte und Künstler.

Die Influenza-Aktivität war nach aktuellen Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) in der 11. Kalenderwoche 2018 (11. bis 18.3.) weiter hoch, der Höhepunkt der Grippewelle scheine jedoch überschritten zu sein. Die Dunkelziffer dürfte aber höher liegen, weil nicht jede Grippe im Labor bestätigt wird. Ein Anzeichen für eine Grippe ist der plötzliche Beginn mit hohem Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen. Das Immunsystem sei dann noch deutlich geschwächt.


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