Bei der Lufthansa fallen mehr als 800 Flüge aus

Reisende müssen sich an diesem Dienstag auf Flugausfälle und lange Wartezeiten im Luftverkehr einstellen. In Nordrhein-Westfalen etwa werden am Dienstag unter anderem der Nahverkehr, Kitas, Versorgungsbetriebe und Stadtverwaltungen bestreikt.

Rund 90 000 Flugreisende sind von den Verdi-Warnstreiks am Dienstag betroffen. Dadurch könne es "zu erheblichen Verzögerungen im Betriebsablauf sowie Flugausfällen" kommen. Bis zum 13. April muss in allen Bundesländern mit Streiks gerechnet werden.

Betroffen sind die Flughäfen in München, Frankfurt, Köln und Bremen. Aufgrund der Streiks der Gewerkschaft Ver.di an vier deutschen Flughäfen entfielen mehr als 800 Flüge, davon 58 Langstreckenverbindungen, teilte die Airline am Montag mit. Mit absolutem Unverständnis reagierte Lufthansa auf die Streikandrohung von Verdi: "Es ist vollkommen inakzeptabel, dass die Gewerkschaft diesen Konflikt auf dem Rücken unbeteiligter Fluggäste austrägt", sagte Bettina Volkens, Vorstand Personal und Recht der Deutschen Lufthansa AG. Den ganzen Tag über sei mit erhöhten Wartezeiten an den übrigen Kontrollstellen zu rechnen, so Fraport. Fluggäste sollten deutlich mehr Zeit einplanen und sich möglichst früh vor ihrem Abflug an den Check-in-Schaltern einfinden. "Mit Warnstreiks und Aktionen erhöhen die Beschäftigten jetzt den Druck, damit die Arbeitgeber ihre Blockadehaltung endlich aufgeben". In der nächsten Verhandlungsrunde müsse es zu einem tragfähigen Ergebnis kommen.

Verdi fordert für die 2,3 Millionen Staatsbeschäftigten sechs Prozent mehr Lohn, zumindest eine Erhöhung um 200 Euro im Monat. In beiden bisherigen Verhandlungsrunden gab es keine Annäherung. Das liege im Interesse aller Bürger.


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