Dramatischer Kurssturz bei Aktien von Aluminium-Tycoon Deripaska

Der Kursrutsch beim Aluminiumhersteller Rusal nach der Verhängung neuer US-Sanktionen gegen Russland hat sich zu Wochenbeginn verschärft. Dies wird in der Nachricht von "Rusal" an der Hong Kong Stock Exchange angegeben.

"Die Sanktionierung der OFAC [Abteilung des US-Finanzministeriums für die Kontrolle ausländischer Vermögenswerte] kann nach Angaben des Unternehmens zu technischen Zahlungsausfällen bei bestimmten Kreditengagements des Konzerns führen, und das Unternehmen prüft derzeit die möglichen negativen Auswirkungen auf die finanzielle Lage des Konzerns". Gegenwärtig erfüllt das Unternehmen seine Kredit- und Finanzverpflichtungen, einschließlich der Rückzahlungsverpflichtungen, in allen anderen Aspekten.

Neben Rusal wurde auch der Milliardär Oleg Deripaska mit Strafmaßnahmen belegt.

Moskau konzentriert seine Bemühungen auf Deripaska und seinen Milliardärs-Kollegen Viktor Vekselberg - der zahlreiche Beteiligungen an Schweizer Industrieunternehmen hält -, hat aber noch nicht geklärt, welche Form der Hilfe zu erwarten ist, wie von einem hochrangigen Beamten, der an dem Prozess beteiligt ist, zu erfahren war. Darunter ist eine Vereinbarung, die Glencore zum größten Käufer von Rusals Aluminium machen würde. Glencore werde die Transaktion im Zuge der Sanktionen nicht weiterverfolgen.

Zu den Gelisteten zählt neben Deripaska der Abgeordnete Suleiman Kerimow, dessen Familie den grössten russischen Gold-Produzenten Polyus kontrolliert. Die Rusal-Aktie stürzte am Montag an der Moskauer Börse um rund 47 Prozent ab, die Papiere von Polyus gaben um rund 15 Prozent nach. Nach Abschluss der Transaktion hält Renova noch 48,83 Prozent an Sulzer.


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