Mysteriöses Angebot über Verkauf der Club-WM der FIFA

Wer der Bieter ist, wurde bisher nicht bekannt, es soll sich um ein Konsortium von Investoren aus dem Nahen Osten und Asien handeln. Details kennt aber offensichtlich nur Gianni Infantino.

Der Fifa-Präsident soll die Council-Mitglieder während der Sitzung im vergangenen März in Kolumbiens Hauptstadt Bogotá informiert haben - und auf großen Widerstand gestoßen sein. Infantino habe auf eine schnelle Entscheidung gedrängt, was das Council, dem auch DFB-Präsident Reinhard Grindel angehört, abgelehnt habe.

Sollte es zu einem Deal kommen, wäre das eine einmalige Sache in der Geschichte des Weltfußballs. Der Verband hat bislang noch nie die Kontrolle über eigene Veranstaltungen an den Höchstbietenden aus der Hand gegeben oder an einen Investmentfonds verkauft. Die Klub-WM und eine Art "Weltliga" mit Nationalmannschaften unter fremdem Dach käme einer Revolution gleich. Zuletzt waren die Rücklagen der FIFA auf 930 Millionen Euro geschrumpft. Bestandteil der möglichen Reform wäre auch, das Turnier nur alle vier Jahre (statt jährlich) auszutragen. Laut der US-Zeitung soll Infantino am Anfang des Jahres ein Angebot erhalten haben, die Klub-WM nach China und Saudi-Arabien zu bringen.

"Wir werden weiter an dieser Idee arbeiten", hatte Infantino zu dem Wettbewerb, der in diesem Jahr im Dezember mit sieben Teams in den Vereinigten Arabischen Emiraten ausgetragen wird, gesagt. Die Nations League der UEFA startet im September und ist auf Europa beschränkt. Pläne, auch Nationen anderer Konföderationen einzuladen, sind bislang nicht spruchreif.

Derzeit verdient die FIFA ihr Geld vor allem mit der Austragung der Weltmeisterschaft. Die größten Einnahmefelder sind dabei Sponsoren-Pakete, Medienrechte und der Ticketverkauf.


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