Vergiftete Julia Skripal aus Klinik entlassen

Die gemeinsam mit ihrem Vater vergiftete Russin Julia Skripal ist aus dem Krankenhaus im britischen Salisbury entlassen worden. Die 33-Jährige hat das Krankenhaus am Montag verlassen.

Beide waren Anfang März bewusstlos auf einer Parkbank in der englischen Stadt aufgefunden worden. Der Anschlag hat zu massiven Spannungen zwischen Russland sowie Großbritannien und Ländern des Westens geführt.

Großbritannien vermutet Russland hinter dem Anschlag. Die Regierung in Moskau weist die Vorwürfe zurück. Auch ihrem 66-jährigen Vater geht es inzwischen deutlich besser. Blanshard führte weiter aus, beide Patienten hätten außergewöhnlich gut auf die Behandlung angesprochen. Toxikologen halten aber Spätfolgen wie etwa Organschäden für nicht ausgeschlossen.

Der frühere Oberst beim russischen Militärgeheimdienst (GRU) Skripal lebt in Großbritannien. Er wurde 2004 in Russland verhaftet, weil er die Namen Dutzender Agenten an britische Dienste verraten hatte. Die russische Justiz verurteilte ihn zu 13 Jahren Lagerhaft.

Julia Skripal hatte sich am vergangenen Donnerstag erstmals seit dem Attentat in einer Mitteilung öffentlich zu Wort gemeldet und von Fortschritten bei der Genesung berichtet.

Nach Darstellung ihrer Cousine will Julia Skripal um Asyl ersuchen. Die Cousine spielt in dem Fall eine sehr undurchsichtige Rolle.

Rund fünf Wochen nach dem Giftanschlag auf Sergej Skripal und seine Tochter verlässt Julia Skripal laut Klinik-Direktion das Krankenhaus. Laut britischen Experten wurden sie mit dem Kampfstoff Nowitschok vergiftet. Sie behauptete unter anderem, dass ihre Verwandten Opfer einer Fischvergiftung geworden seien.


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