Ein Fünftel weniger Einbrüche in Deutschland

Bessere Sicherheitstechnik und höhere Strafen gegen ertappte Täter haben die Zahl der Wohnungseinbrüche sinken lassen.

Das zweite Jahr in Folge ist die Zahl der Wohnungseinbrüche in Deutschland gesunken. Wie die Nachrichtenagentur dpa auf der Basis der Kriminalstatistiken für die einzelnen Bundesländer errechnet hat, registrierte die Polizei für 2017 insgesamt 116.540 versuchte oder vollendete Einbrüche - das sind 23 Prozent weniger als im Jahr 2016.

Offizielle Zahlen für Deutschland gibt es noch nicht.

Die Kriminalstatistik der Bundesländer ist ab sofort verfügbar, wird allerdings erst im Mai von Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) offiziell vorgestellt. Demnach liegt die Zahl der Einbrüche so niedrig wie seit dem Jahr 2010 nicht mehr. Das Bundeskriminalamt und die Versicherer hatten bereits Ende 2017 signalisiert, dass es erneut ein Minus gegeben haben dürfte.

Jahrelang hatten Einbrüche in Deutschland zugenommen und ein besorgniserregendes Niveau erreicht. Die schwarz-rote Bundesregierung verschärfte die Strafen für Einbrüche, seit Sommer 2017 gilt: Beim Einbruch in eine Privatwohnung ist jetzt eine Mindeststrafe von einem Jahr Haft statt von sechs Monaten fällig.

Viele Bundesbürger haben zudem inzwischen ihr Zuhause nachgerüstet und Fenster und Türen aus robusterem Material eingebaut oder sie mit Spezialschlössern ausgestattet. Im Internetauftritt des BKA heißt es aber auch: Kontinuierlich zugenommen habe der Anteil von nichtdeutschen Verdächtigen und von sogenannten reisenden Tätern, die sehr mobil und in gut strukturierten Banden zusammenarbeiteten, häufig aus Südost- und Osteuropa.


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