Feuert der nächste Champions-League-Klub 19 Spieler?

Der Präsident schäumt, die Spieler gehen auf die Barrikaden, der Trainer droht, sofort hinzuschmeißen.

Sporting-Chef de Carvalho hat nach dem 0:2 von Sporting Lissabon bei Atletico Madrid konsequent durchgegriffen.

Vorausgegangen war der Ärger des Präsidenten über die seiner Meinung nach schwache Leistung seiner Mannschaft bei der Niederlage am Donnerstagabend in Madrid, die er anschließend auf seinem Facebook-Account kritisierte.

Doch anstatt die Kritik zu schlucken oder nur intern zu widersprechen, schossen die Spieler ebenfalls öffentlich zurück. "Im Namen des Teams drücken wir unsere Abscheu gegenüber den öffentlichen Aussagen unseres Präsidenten nach dem gestrigen Spiel aus, in dem wir nicht das gewünschte Resultat erreicht haben", hieß es in der Erklärung, die 19 Spielern auf ihren Kanälen in den sozialen Medien veröffentlichten. Der 46-Jährige suspendierte 19 Spieler der Profimannschaft - darunter die größten Stars wie Patricio, Kapitän William Carvalho, Fabio Coentrao und Gelson Fernandes. Der nächste Fauxpas in den Augen von Klub-Boss de Carvalho – er kündigte an, dass die "Meuterer" in seinem Team endgültig keine Zukunft mehr haben.

Ohne diese 19 Spieler hätten Trainer Jorge Jesus gegen Pacos Ferreira am Sonntagabend nur noch sechs Profis aus dem Kader der ersten Mannschaft zur Verfügung gestanden. Der ehemalige Wolfsburger Bas Dost, der keinen offiziellen Facebook- oder Instagram-Account besitzt, wäre der einzige verbliebene Stammspieler.

Nach Informationen der Zeitung A Bola steht Trainer Jesus hinter seinen Spielern. Wäre dies dennoch der Fall gewiesen, hätte er in Betracht gezogen, bei der Vereinsführung um seine sofortige Entlassung zu bitten. Rudert der Sporting-Präsident jetzt nicht zurück, will Jesus das Handtuch schmeißen. Totale Eskalation? Oder lenkt doch noch einer der beiden Seiten ein?

Dazu schrieb er in einem inzwischen gelöschten Post bei Facebook: "Diese verwöhnten Kinder glauben, dass sie es weit bringen, aber diesmal ist meine Geduld mit denjenigen zu Ende, die glauben, sich über den Verein stellen und sich über die Kritik hinwegsetzen zu können".

In der vergangenen Woche hatte bereits der Präsident des griechischen Rekordmeisters Olympiakos Piräus zu einer ähnlich drastischen Maßnahme gegriffen.


Beliebt

VERBINDEN