Gericht weist Antrag auf Berufung zurück

Rückschlag für Oscar Pistorius: Das Verfassungsgericht in Südafrika hat seinen Antrag auf Berufung zurückgewiesen. Dies teilte das Gericht in Johannesburg in einer Erklärung vom 28. März mit, die am Montag veröffentlicht wurde. "Es gibt keine anderen juristischen Möglichkeiten mehr für den Verurteilten", sagte Behördensprecher Luvuyo Mfaku. Gegen die Strafe legte die Staatsanwaltschaft Einspruch ein, im vergangenen Jahr hatte das oberste Berufungsgericht des Landes die Strafe auf 13 Jahre und fünf Monate erhöht. Ein Anwalt der Familie Steenkamp erklärte, die Eltern der Verstorbenen hätten "immer Vertrauen in das Rechtssystem" gehabt.

Pistorius war im Oktober 2014 wegen "fahrlässiger Tötung" seiner Freundin Reeva Steenkamp zu fünf Jahren Gefängnis verurteilt worden. In seinem Haus in der südafrikanischen Hauptstadt hatte er am Valentinstag 2013 seine Freundin durch die geschlossene Toilettentür erschossen. Der inzwischen 31-Jährige beteuerte stets, das Model für einen Einbrecher gehalten und in Panik gehandelt zu haben. Das Gericht argumentierte jedoch, er habe beim Abfeuern der Schüsse in Kauf genommen, den Menschen hinter der Tür zu töten. 2015 stufte das höchste Berufungsgericht die Tat als Mord ein, 2016 wurde Pistorius zu sechs Jahren Haft verurteilt.

In London 2012 war er als erster beinamputierter Sportler bei den Olympischen Spielen an den Start gegangen –und hatte in der Folge auf eigens angefertigten Karbon-Prothesen sechs Goldmedaillen gewonnen.


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