Im Ski-Urlaub Tengelmann-Chef Karl-Erivan Haub seit Samstag vermisst

Düsseldorf - Der Chef der Tengelmann-Gruppe, Karl-Erivan Haub, wird einem Bericht zufolge seit Tagen am Matterhorn vermisst. Er war in der Nähe des Matterhorns beim Skifahren. Moritz am Samstagmorgen verlassen und sei allein in eine Seilbahn gestiegen. Das "Handelsblatt" berichtete am Dienstagabend auf seiner Website, eine Unternehmenssprecherin habe auf Anfrage bestätigt, dass Haub seit Samstag vermisst werde. Die von der Familie angeblich ausgesetzte Belohnung konnte sie hingegen nicht bestätigen. Nach Angaben der Schweizer Zeitung "Blick" hat sich der Bruder des Vermissten, Christian Haub, in einem internen Schreiben an die Angestellten gewendet.

Da Haub, ein passionierter Alpinist, mit den Tourenskiern unterwegs war, um für die anstehende Patrouille de Glaciers zu trainieren, weitet sich der Such-Perimeter der Rettungskräfte aus - was die Rettung nebst der schlechten Witterung zusätzlich erschwert.

Die vom Militär organisierte Veranstaltung findet dieses Jahr am 17. April statt.Haub habe am Samstag um 16 Uhr eine Verabredung im Schweizer Skiort Zermatt gehabt, sei dort aber nicht erschienen, berichtete auch die italienische Nachrichtenagentur Ansa. Sein Handy sendete das letzte Signal am Samstagabend.

Bergrettungsmannschaften im betroffenen Skigebiet suchen auf Hochtouren und mit allen verfügbaren Mitteln nach ihm.

Der Unternehmer hatte dem Familienimperium Tengelmann in den vergangenen Jahrzehnten seinen Stempel aufgedrückt.

Der am 2. März 1960 in Tacoma im US-Bundesstaat Washington geborene Sohn des kürzlich gestorbenen Unternehmers Erivan Haub hatte Ende der 90er Jahre die Führung übernommen und Tengelmann drastisch umgebaut.

Karl-Erivan Haub führt das Familienunternehmen in der fünften Generation. Den Abschluss bildete Ende 2016 der Verkauf der Supermarktkette Kaiser's-Tengelmann.

Tengelmann ist eines der weltweit bedeutendsten Handelsunternehmen. Heute gehören zur Unternehmensgruppe Tengelmann 73 Beteiligungen, die einen Umsatz von etwa 30 Milliarden Euro erwirtschaften und mehr als 215 000 Mitarbeiter haben.


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