Macron: Militärschläge gegen Chemieeinrichtungen in Syrien möglich

Großbritanniens Premierministerin Theresa May nannte den mutmaßlichen Chemiewaffeneinsatz "nach einem Telefonat mit US-Präsident Donald Trump absolut schändlich". Macron und Trump hätten erneut ihren Wunsch nach einer entschlossenen Reaktion der internationalen Gemeinschaft bekräftigt. Eine Entscheidung diesbezüglich werde noch in der Nacht auf Dienstag "oder kurz danach" getroffen, sagte Trump in Washington.

"Die syrische Armee ist in voller Bereitschaft an allen Militärflughäfen, großen Stützpunkten in Damaskus und Außenbezirken, in Homs sowie in den Küstenregionen von Latakia und Tartus, aus Angst vor möglichen Angriffen der USA und anderer Staaten", sagte Rami Abdel Rahman, Leiter der Beobachtungsstelle, der Deutschen Presse-Agentur.

Im Fall eines französischen Militärschlags gegen Syrien wären nach Angaben der Regierung in Paris die Chemiewaffen des syrischen Regimes das Ziel.

Die USA hatten am Montag einen Resolutionsentwurf vorgelegt, in dem ein neuer "unabhängiger Untersuchungsmechanismus der Vereinten Nationen" zu Chemiewaffeneinsätzen gefordert wird. Russland lehnte das Vorhaben umgehend ab und sprach von "inakzeptablen Elementen". Moskau hatte im Jänner einen eigenen Entwurf präsentiert, der jedoch von westlichen Ländern abgelehnt wird. Sie argumentieren, dass die syrische Regierung damit die Kontrolle über die Ermittlungen erhielte.


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