OPCW will Experten nach Syrien schicken

"Einige Medien, die für ihre Unterstützung der Terroristen bekannt sind, haben behauptet, dass die Armee chemische Waffen in der Stadt Duma benutzt habe", hieß es da. Die Bitte sei zeitlich mit einer Anfrage Syriens und Russlands nach Entsendung von OPCW-Experten zusammengefallen. Russland hat die mutmaßliche Giftgasattacke in Syrien als einen von Rebellen inszenierten Vorfall eingestuft und unabhängige Experten eingeladen, sich selbst ein Bild vor Ort zu machen. Das Team bereite sich darauf vor, in Kürze nach Syrien entsandt zu werden.

Syrien und sein Verbündeter Russland dementieren beide, dass in Duma Giftgas eingesetzt wurde.

Rückhalt für ein mögliches militärisches Eingreifen erhielt Trump vom französischen Präsidenten Emmanuel Macron.

Seit dem mutmaßlichen Angriff hätten die Experten bereits Informationen gesammelt und analysiert, teilte die OPCW mit. Dabei würden alle Optionen geprüft. Zudem werde sie noch am Dienstag eine Sitzung des nationalen Sicherheitsrates leiten. Bislang lag solche Aufklärungsarbeit in den gemeinsamen Händen der OPCW und des zu den UN gehörenden Joint Investigative Mechanism (JIM). Dessen Mandat lief im November aber ab, nachdem Russland eine Verlängerung mehrfach mit seinem Veto gestoppt hatte. Die syrische Armee war zuvor begleitet von schweren Luftangriffen auf Duma vorgerückt. "Es ist schon erschütternd, muss ich sagen, dass nach so vielen internationalen Diskussionen und Ächtungen immer wieder dort Chemiewaffen eingesetzt werden".

Russland kündigte parallel einen Resolutionsentwurf an, um den OPCW-Experten den Zugang zur Region zu ermöglichen. Hilfsorganisationen, die in der Rebellenhochburg aktiv sind, hatten am Samstag berichtet, eine Fassbombe mit Gas sei abgeworfen worden. Die Ratsmitglieder waren nach einer mehrstündigen, teils hitzig geführten Debatte auseinandergegangen und hatten anschließend noch hinter verschlossenen Türen diskutiert.


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