Tarifstreit bei der Post beendet

Der Tarifabschluss bei der Post ist unter Dach und Fach.

Bonn. Zwei Drittel stimmen dem Ergebnis zu, mit dem Lohnsteigerungen auch in Freizeit umgewandelt werden können. Das hat die Gewerkschaft am Dienstag mitgeteilt. In einer Mitgliederbefragung Verdis bei der Post hatten sich 67,97 Prozent für eine Annahme der Offerte ausgesprochen, teilte die Gewerkschaft weiter mit. "Wir sind von der hohen Beteiligung sehr beeindruckt", sagte die stellvertretende Verdi-Vorsitzende Andrea Kocsis. Demnach soll es eine Lohnerhöhung von 3,0 Prozent ab Oktober dieses Jahres und von weiteren 2,1 Prozent ab Oktober kommenden Jahres geben. Zudem wird es eine Einmalzahlung von 250 Euro geben. Die Beschäftigten können sich außerdem statt für die Lohnerhöhung auch für zusätzliche freie Zeit entscheiden. Der Tarifvertrag hat eine Laufzeit von 28 Monaten. Zugleich zeige das Abstimmungsergebnis, "dass nicht alle zufrieden damit sind, und das respektieren wir auch". Für die Erhöhung um drei Prozent stehen ihnen laut der Gewerkschaft 60 Stunden "Entlastungszeit" zur Verfügung, für die Anhebung um 2,1 Prozent 42 Stunden. Die rund 130.000 Tarifbeschäftigten erhalten damit in zwei Schritten mehr Geld. Das für rund 60 000 Beschäftigte bisher einmal im Jahr individuell gezahlte, leistungsorientierte Entgelt wird abgeschafft und durch einen festen Betrag abgelöst, der Bestandteil des Monatsgrundentgelts wird.


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