Revierderby sorgt für 250 Spielverlegungen

Auch der FLVW ist unglücklich über die Ansetzung des brisanten Revierduells durch die Deutsche Fußball Liga (DFL).

"Gerade der Sonntag ist ein Tag, an dem mehr Zuschauer zu Amateurspielen kommen als an anderen Tagen", sagte Manfred Schnieders vom Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen dem WDR am Donnerstag. Auch viele Amateurspieler selbst wollen sich das Revierduell nicht entgehen lassen. Der Aufwand sei immens, die Spiele neu zu terminieren. Für die neuen Ansetzungen müssten Schiedsrichter und Plätze der Kommunen zur Verfügung stehen, sagte Schniebers weiter. Wie der WDR recherchierte, wurden insgesamt 250 Begegnungen vorverlegt.

Überkreislich kommt es zu mindestens 88 Spielverlegungen, in den Kreisligen werden je nach Region bis zu 75 Prozent der Partien verschoben.

Das Problem sind nicht nur fehlende Zuschauer, sondern auch fehlende Spieler. Revierderby gegen Borussia Dortmund vor dem Erzrivalen gewarnt. Ich bin selbst Schalker und am Sonntag im Stadion", sagte Trainer Rene Lewejohann vom Sechstligisten SpVgg Erkenschwick, der bereits am Mittwoch spielte, der "WAZ": "Wenn wir am Sonntag gespielt hätten, dann wären keine drei Zuschauer gekommen.

Ambitionierte Vereine befürchten ebenfalls, dass ihre Fans wegbleiben. Der Oberligist ist hinter dem großen BVB der erfolgreichste Verein der Stadt. Es hatte also nichts gebracht - und Tedesco lacht: "Deswegen belassen wir es vor dem Derby bei einem nicht öffentlichen Training". "Das wäre ein enormer Verlust für uns". "Aus dem Spiel haben wir unsere Lehren gezogen. Das macht so keinen Spaß", sagt er. Der Termin sei "ein Schlag in die Fresse für alle Amateurfußballer. Eine Frechheit - fast schon ein Skandal".


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