Auszeichnungen Grimme-Preis: Keine Skandale, viele Gewinner

Ob Maren Kroymann, die einen Grimme-Preis für die Satiresendung "Kroymann" erhält, das Ryan-Gosling-Double Ludwig Lehner, der gemeinsam mit Joko Winterscheid und Klaas Heufer-Umlauf bei #GoslingGate die Preisverleihung zur Goldenen Kamera sprengte oder die Träger der Besonderen Ehrung des Deutschen Volkshochschul-Verbandes, Inge von Bönninghausen, Armin Wolf und Gert Scobel.

Die Autogrammjäger vor dem Grimme-Institut konnten wieder reiche Beute machen: Viele der Preisträger des 54. Mal der Grimme-Preis verliehen werden, dann dürfen sich nicht nur die von den Jury bestimmten Preisträger (einen Überblick gibt es hier) über die Auszeichnung freuen, darüber hinaus vergibt der Deutsche Volkshochschul-Verband als Stifter der Grimme-Preises auch wieder eine besondere Ehrung - besser gesagt gleich drei. Verbandspräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer sprach von einem deutlichen Zeichen für Qualitätsjournalismus.

Wolf erhält die Besondere Ehrung für seine Arbeit als stellvertretender Chefredakteur der ORF-Fernsehinformation und "ZiB 2"-Moderator". "Armin Wolf beweise immer wieder aufs Neue, wie man journalistisch mit Vereinfachung und Populismus umgeht: präzise, unnachgiebig, unerschrocken, analytisch, leidenschaftlich, aber nicht von eigenen Gefühlen hingerissen", begründet der DVV.

Zuletzt hatte sich Wolf Attacken von Vizekanzler und FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache ausgesetzt gesehen, der den ORF und Wolfs Facebook-Profil als "Ort" bezeichnete, wo "Lügen und Fake News zu Nachrichten werden".

Von Bönninghausen habe neue Maßstäbe für die Darstellung der Lebenswirklichkeit von Frauen in den Medien gesetzt. Sie habe 1980 als Redakteurin beim WDR die Sendung "Frauen-Fragen" eingeführt, die unter dem Titel "frau tv" heute das älteste und nach dem Aus von "ML Mona Lisa" im ZDF mittlerweile einzige Frauenmagazin im deutschen Fernsehen sei. Der Fernsehjournalist präsentiert bei 3sat die meist einmal wöchentlich ausgestrahlte Sendung "scobel".


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