Trump schiebt Entscheidung weiter auf

Russland habe zwar erklärt, alle Raketen abzuschießen, die auf Syrien abgefeuert würden, schrieb Trump am Mittwoch. In der US Air Base Al-Udeid im Emirat Katar haben die Franzosen Flugzeuge vom Typ Rafale stationiert, mit denen sie Ziele in Syrien angreifen können. "Mach dich bereit Russland", twitterte er weiter, "denn sie werden kommen, hübsch und neu und intelligent!'".

Die Raketen seien schön und neu und smart.

US-Präsident Donald Trump müsse, so schreibt die "Süddeutsche Zeitung" (SZ), eine Reaktion finden, die wirksamer sei als der Angriff vor einem Jahr. Der russische Botschafter im Libanon, Alexander Zasypkin, hatte am Dienstag betont, sein Land werde alle US-Raketen in Syrien abschießen. Der US-Präsident habe noch keinen Zeitplan für eine Reaktion auf den mutmaßlichen Giftgasangriff. Nach einem Treffen von US-Präsident Donald Trump mit seinen Sicherheitsberatern erklärte Sprecherin Sarah Sanders: "Wir werten weiterhin Geheimdiensterkentnisse aus und sind in engen Abstimmungen mit unseren Partnern und Alliierten". Moskau dürfe sich nicht mit einem "Tier" verbünden, das mit Gas töte, fügte er hinzu. Syrien reagierte äußerlich gelassen.

Kremlchef Wladimir Putin hatte zur Vernunft aufgerufen. "Die weltweite Lage wird immer chaotischer", sagte er in Moskau. "Dennoch hoffen wir, dass der gesunde Menschenverstand letztlich die Oberhand behält", meinte er in einer Rede vor ausländischen Diplomaten im Kreml.

Grundsätzlich hält Stahel es für möglich, dass Trump einen kombinierten Angriff mit der französischen Luftwaffe fliegen könnte.

Syriens Schutzmacht Russland weist die Vorwürfe gegen Damaskus zurück. Diese Nachforschungen von Sonderermittler Robert Mueller seien "korrupt". Die USA hatten nach dem Angriff militärische Schritte nicht ausgeschlossen.

Frankreich hat nach Macrons Worten Beweise für den Einsatz von Chemiewaffen seitens der syrischen Regierung.

Die syrische Regierung hat die Organisation für das Verbot von Chemiewaffen (OPCW) gebeten, den mutmaßlichen Chemiewaffenangriff zu untersuchen.

Die syrische Armee und ihre Verbündeten im Land wurden schon in der Nacht zum Dienstag in volle Alarmbereitschaft versetzt.

Trump hatte vor einem Jahr bereits als Vergeltung für einen Giftgaseinsatz in der nordsyrischen Stadt Khan Sheikhoun einen Raketenangriff auf eine syrische Luftwaffenbasis angeordnet. Washington und Paris dementierten, an diesem Angriff beteiligt gewesen zu sein, bei dem nach Angaben der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte 14 Soldaten starben, unter ihnen auch Iraner.

Die russische Regierung warnte die USA vor einer Militäraktion in Syrien. Ein Militärschlag gegen Assad, wie ihn die USA, Frankreich und Grossbritannien angedroht haben, mag geeignet sein, der Ächtung von Chemiewaffen wieder Geltung zu verschaffen. Darüber hinaus soll in den kommenden Tagen der nuklearbetriebene Flugzeugträger "U.S.S".

Eine Beteiligung Deutschlands schloss Bundeskanzlerin Angela Merkel kategorisch aus. Diese Kräfte decken die russischen Stützpunkte in Latakia und Tartus sowie die syrischen Objekte, wo es russisches Personal gebe, zuverlässig ab. "Auf der Grundlage werden dann auch die weiteren Bewertungen durchgeführt werden", sagte Merkel am Mittwoch auf einer Pressekonferenz nach der Kabinettsklausur im brandenburgischen Meseberg.

Trump hatte nach dem jüngsten mutmaßlichen Giftgasangriff eine "schlagkräftige Reaktion" in Aussicht gestellt und die Möglichkeit eines Militärschlages innerhalb von 48 Stunden ins Spiel gebracht. Gleichzeitig kündigte er an, ein solcher Angriff stehe bevor und forderte Russland auf, sich vom syrischen Machthaber Asad zu distanzieren. Und sein Sprecher Dmitri Peskow sagte etwas später, dass Moskau kein Anhänger der "Twitter-Diplomatie" sei und mit seriösem Vorgehen in den internationalen Angelegenheiten rechne. Dies gelte vor allem für Maßnahmen, die die ohnehin fragile Situation in der Region weiter destabilisieren könnten.


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