Gesundheitsminister Jens Spahn fordert Krankenkassen zu Beitragssenkungen auf

Sie verweisen unter anderem auf Beitragssenkungen zum Jahresanfang.

Der Sprecher ihres Spitzenverbandes GKV, Florian Lanz, sagte, zum 1. Januar seien für über zwölf Millionen gesetzlich Versicherte die Beträge gesenkt worden.

Laut Minister Spahn könnten Kassenmitglieder um rund 80 Euro entlastet werden.

Gesundheitsminister Spahn hatte seine Forderung nach einer Beitragssenkung mit den milliardenschweren Geldreserven der Kassen begründet. "Der Spielraum ist bei sehr vielen Krankenkassen vorhanden, um die Beiträge zu senken". "Die Versicherten haben einen Anspruch darauf", so Spahn. Es sei nicht Aufgabe der Kassen, Geld zu horten. Das Potenzial für Beitragssatzsenkungen sei bislang nicht ausgeschöpft worden, hatte das Ministerium bereits im März geurteilt.

Das Redaktionsnetzwerk Deutschland berichtete, laut Ministerium seien Beitragssenkungen um durchschnittlich 0,3 Prozentpunkte möglich. Im vergangenen Jahr hatten die Krankenkassen gut drei Milliarden Euro Überschuss erzielt. Unterm Strich verfügt die gesetzliche Krankenversicherung über ein finanzielles Polster von mehr als 28 Milliarden Euro. Das entspräche einer Entlastung von 4,4 Milliarden Euro. Bei einem solchen Schritt hätten die Kassen noch immer eine mehr als ausreichende Finanzreserve. Er wird paritätisch von Arbeitgebern und Arbeitnehmern mit je 7,3 Prozent finanziert. Geplant ist, dass der Beitrag künftig wieder komplett gleichteilig finanziert wird.


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