Heimpleite für die Eisbären München gleicht Finalserie aus

Zum Gewinn der Meisterschaft sind im Modus "best of seven" vier Siege notwendig. "Die Chancen sind genauso wie vorher - München hat eine starke Mannschaft, aber wir müssen uns nicht verstecken". Von Freitag (19.30 Uhr/Sport1/Telekomsport) an geht es in maximal sieben Partien um die Trophäe der Deutschen Eishockey Liga. Krupp wehrte sich stets vehement gegen diese Einschätzung.

Der alte Serienmeister fordert das neue Topteam, auf der Trainerbank gibt es ein Duell zweier Stanley-Cup-Champions: Zum Endspiel-Showdown um die deutsche Meisterschaft versprechen Red Bull München und die Eisbären Berlin Eishockey der Extraklasse. Nach verbüßter Sperre wegen eines brutalen Fouls kann Trainer Jackson auch wieder Stürmer Steven Pinizzotto einsetzen. Und dann gibt es da ja noch Luois-Marc Aubry. Die Münchner kamen kaum in ihr gefürchtetes Forechecking, mit dem sie viele Scheibengewinne provozieren, da die Eisbären sehr kontrolliert von hinten heraus spielten. Der Münchner Angreifer zeigte in Minute zwölf, dass der Meister nicht viel braucht, um zu treffen.

Red Bull München              
         
      
                 12
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Die Anfangsphase im Mitteldrittel prägten ebenfalls die Berliner. Thomas Oppenheimer tauchte nach einem Alleingang ungestört vor aus den Birken auf, schaffte es aber nicht, dem Münchner Torwart die Scheibe durch die Schoner zu schieben (25.). Kurz darauf zappelte der Puck aber zum dritten Mal im Münchner Netz, James Sheppard hatte aus den Birken nach schöner Vorarbeit von Backman getunnelt (25.). Der Meister konterte auch diesmal: Nach einem schnellen Angriff vollendete Brooks Macek die sehenswerte Vorlage von Matsumoto, der von Jackson zu Keith Aucoin und Macek hochgezogen wurde, zum 2:3 aus EHC-Sicht (28.). "Für den Zuschauer wird es die attraktivste Darbietung im Finale", sagte auch Münchens Frank Mauer, der wie sechs Teamkollegen nach Olympia-Silber erneut jubeln will. Der 40-jährige Finne Petri Vehanen im Tor der Eisbären bewahrte seine Mannschaft mit mehreren starken Paraden vor dem Ausgleich und war auch im zweiten Münchner Überzahlspiel ein sicherer Rückhalt für die Gäste.

Im zweiten Drittel kämpften die Berliner verbissen um den Ausgleich, nutzten aber vorerst ihre Chancen nicht. Weil der Titelverteidiger seine Chancen effektiver nutzte, reichten den Berlinern je zwei Treffer von Sean Backman und Nick Petersen nicht, um die erste Heimniederlage in den diesjährigen Playoffs zu verhindern. Die Antwort der Eisbären durch einen abgefälschten Schuss von Backman ließ aber nur etwas mehr als eine Minute auf sich warten. Das erste Spiel sei immer ein Abtasten, sagte Hager, man müsse schauen, "was der Gegner so macht".


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