Uno-Sicherheitsrat zu Sitzung über Syrien zusammengekommen

Nur drei Länder stellen sich hinter den Entwurf.

Russland ist im UN-Sicherheitsrat wie erwartet mit dem Versuch gescheitert, eine Verurteilung der westlichen Raketenangriffe in Syrien zu erreichen. Bei einer Sondersitzung in New York stimmten neben Russland lediglich China und Bolivien dafür.

In der Nacht hatten die Streitkräfte der USA, Frankreichs und Grossbritanniens Ziele in Syrien mit Raketen angegriffen. Zuvor hatte der russische UNO-Botschafter Nebensja vor dem Sicherheitsrat erklärt, Washington mache eine bereits katastrophale Situation noch schlimmer und destabilisiere den gesamten Nahen Osten.

"Wir hoffen, dass es nicht zu dem Punkt kommt, von dem an es kein Zurück mehr gibt, und dass die USA und ihre Verbündeten von einem militärischen Angriff gegen einen eigenständigen Staat absehen", sagte Nebensja weiter.

Tschurkin sagte gebe keinerlei Beweise für den Einsatz chemischer Waffen vergangene Woche in der Stadt Duma, welchen der Westen der syrischen Regierung vorwirft.

Der Entwurf hatte von Anfang an keine Chance - zumal die USA, Frankreich und Großbritannien als ständige Mitglieder des UN-Sicherheitsrates ein Vetorecht haben.

Neokoloniales Auftreten, ein Verhalten wie "Hooligans" - Russland hat im Sicherheitsrat den US-geführten Militärschlag gegen Syrien kritisiert. Die Dringlichkeitssitzung des Sicherheitsrates wurde am Samstag auf Bitten Moskaus einberufen. Es müsse alles vermieden werden, was die Situation in Syrien weiter eskalieren lasse. Nach Angaben aus Washington und Paris richteten sich die Vergeltungsangriffe gegen Einrichtungen zur Produktion von Chemiewaffen. Die Sitzung war von Russland beantragt worden, einem Verbündeten des syrischen Machthabers Baschar al-Assad.


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