HSV und Köln verlieren, Bayern gewinnt hoch

Bei den derzeit unwiderstehlichen Hoffenheimern hat der Vorletzte der Liga keine Chance, auch nur einen Punkt zu stibitzen. In Hoffenheim kann der HSV nicht an den starken Heimsieg gegen Schalke anknüpfen. Der neue Trainer des Hamburger SV ist im nahen Mannheim geboren und aufgewachsen, Freunde und Eltern waren am Samstagnachmittag ins ausverkaufte Stadion der TSG gekommen, aus Hamburg rund 3000 Fans in die Kurpfalz gereist.

Auch Köln muss wohl endgültig für die 2. Bundesliga planen. Sollte der FSV Mainz 05 am Montag gegen den SC Freiburg gewinnen, beträgt der Rückstand auf den Relegationsplatz acht Punkte.

Die mutige Handschrift von Titz war auch in Hoffenheim zu sehen.

In Hoffenheim hätte der HSV auch höher verlieren können, doch zwei Hoffenheimer Treffer wurden vom Videoschiedsrichter nicht anerkannt.

Die Hoffenheimer sind nun seit sieben Spielen ungeschlagen und rückten durch den Erfolg wenigstens für eine Nacht auf den fünften Platz vor. Besser als in den vergangenen Wochen hat diese Elf in dieser Runde nie gespielt. In den vergangenen sechs Spielen traf Gnabry sechs Mal. Nicht nur in den beiden Szenen, denen die Tore von Gnabry, den Titz als "Unterschiedsspieler" ausmachte, und Adam Szalai nach prächtiger Vorarbeit von Schulz fielen. Gnabrys Auswechslung (57.) wegen Problemen in der Oberschenkelmuskulatur war eine Vorsichtsmaßnahme. "Wir wollen nach Möglichkeit noch maximal klettern", äußerte Sportchef Alexander Rosen. "Wir bleiben auf dem Gaspedal". Ein Sieg am nächsten Wochenende in Leipzig bei einem direkten Konkurrenten würde die Ausgangslage im Kampf um die Europapokalränge weiter verbessern. Im Herbst noch war Nagelsmann Gegenstand der Spekulationen um die Heynckes-Nachfolge. "Wir werden uns nicht aufgeben", sagt Titz zwar, aber er ist ein kluger Mann, und deshalb sieht er auch nicht so aus, als schenke er seinen Worten mehr als den Status einer Durchhalteparole. "Jetzt kann ich auch wieder etwas Rotes anziehen, ohne dass jeder gleich spekuliert, deshalb macht mich das glücklich". In Hoffenheim läuft's wieder, der Trainer flachst, und eine erneute Europapokalteilnahme wäre eine außerordentliche Leistung. Aber in der zweiten Halbzeit hat sich die Mannschaft gegen die Niederlage gestemmt. Somit nähert sich der Tabellenletzte dem sechsten Abstieg der Vereinsgeschichte. Allerdings: Bei den Gegentoren verteidigten die Hamburger amateurhaft.

Am Samstag hatte der HSV 0:2 bei 1899 Hoffenheim verloren und hat kaum noch Hoffnung auf den Klassenerhalt.

Vom HSV war von dem großen Aufbäumen, das die Norddeutschen noch beim 3:2-Sieg gegen den FC Schalke 04 gezeigt hatten, nichts zu sehen. Dann wäre es allerdings förderlich, wenn auch der kleine Ito mehr Kraft hätte als nur für 60 Minuten.


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