Mainzer kippen umstrittenen "Bibelturm"

Das ergab ein Bürgerentscheid am Sonntag in Mainz. Der Sprecher der Bürgerinitiative "Mainz für Gutenberg", Henning von Vieregge erklärte, der 6200 Quadratmeter große Liebfrauenplatz am Dom werde mit dem Bibelturm auf einer Baufläche von 150 Quadratmetern nur gewinnen.

Abstimmungsberechtigt waren 161.213 Bürgerinnen und Bürger. In dem 20,5 Meter hohen umstrittenen Erweiterungsbau des Museums hatten insbesondere zwei Gutenberg-Bibeln aus dem 15. Jahrhundert ausgestellt werden sollen.

Rund 161 000 stimmberechtigte Mainzer waren zu einer Antwort auf die Frage aufgerufen, ob das Gutenberg-Museum durch den Bau des Bibelturms am Liebfrauenplatz erweitert werden soll. Der Bibelturm ist Teil eines Gesamtkonzepts, das auch die Erneuerung der bestehenden Gebäude einschließt und eine Erweiterung der Trägerschaft für das Museum anstrebt.

Museumsdirektorin Annette Ludwig kündigte an, weiter an einer Lösung zu arbeiten. Die Befürworter hoffen auf ein neues Wahrzeichen für die Stadt, das auch Sponsoren für die Modernisierung des gesamten Museums anziehen könnte. Am ersten Bürgerentscheid in der Geschichte der Landeshauptstadt wirkten etwa 550 Helfer mit.


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