OPCW beginnt Arbeit in Syrien trotz Angriffe des Westen

Syrien und Russland haben nach Angaben westlicher Diplomaten das Ermittler-Team der Organisation für ein Verbot der Chemiewaffen (OPCW) bislang nicht nach Duma gelassen. Die Inspektoren sollen den mutmaßlichen Giftgasanschlag in der syrischen Stadt untersuchen. Beide Länder beriefen sich auf den Bericht des Generaldirektors der OPCW, Ahmet Üzümcü, an diesem Montag während einer Dringlichkeitssitzung des Exekutivrats der Organisation in Den Haag. "Die Folgen der illegalen und rechtswidrigen Handlungen verhindern das". Die französische Regierung forderte, der OPCW "nun die Mittel an die Hand zu geben, um die Zerstörung des syrischen Chemiewaffenprogramms zu vollenden". Das teilte die britische Botschaft in den Niederlanden auf Twitter mit. Man habe die Experten nicht hineingelassen, weil sie es nicht geschafft hätten, die Bestätigung durch die UN-Behörde für Schutz und Sicherheit zu erhalten.

Das laufende Mandat der OPCW Fact Finding Mission (F.F.M.) besteht seit 2014 mit der Aufgabe, "Fakten über Behauptungen über die Verwendung giftiger Chemikalien, angeblich Chlor, für feindselige Zwecke in der Arabischen Republik Syrien" zu ermitteln. Die Vorwürfe insbesondere gegen Russland - laut des US-Vertreters bei der OPCW soll Russland die Tatorte in Duma manipuliert und Beweise vernichtet haben - weist die Führung in Moskau zurück.

Am Samstagmorgen hatten die USA, Großbritannien und Frankreich Raketenangriffe auf syrische Regierungsobjekte unternommen, die angeblich für die Herstellung von C-Waffen genutzt werden. "Uneingeschränkter Zugang unerlässlich", heißt es in der Kurznachricht. Die OPCW bestätigte die Darstellung.

Großbritannien hat Russland vorgeworfen, die Ermittlungen zum mutmaßlichen Giftgasangriff in Syrien zu blockieren. Er rief dazu auf, die Verantwortlichen für den Anschlag zur Rechenschaft zu ziehen.

Die Inspektoren sollen sich inzwischen in Syrien jedoch mehrfach mit Regierungsmitarbeitern getroffen haben. Sein Land sei "vollkommen bereit", mit dem Untersuchungsteam zusammenzuarbeiten.


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