Proteste nach Festnahme von Schwarzen in Starbucks-Filiale

New York. Nachdem am vergangenen Donnerstag in einer Starbucks-Filiale in Philadelphia zwei afroamerikanische Männer festgenommen und kurze Zeit später wieder freigelassen wurden, wurden Vorwürfe laut, die Anzeige sei nur wegen der Hautfarbe der Männer erfolgt.

Gehst du nach diesem Vorfall zu Starbucks? Das Personal rief daraufhin die Polizei. Ein Mann sagte, er sei mit ihnen verabredet gewesen und die Festgenommenen hätten auf ihn gewartet. "Wieso wurden sie aufgefordert, den Laden zu verlassen?", fragt er auf einem Handyvideo die Anwesenden.

Insgesamt neun Stunden waren die beiden Beschuldigten in Polizeigewahrsam. Dann werden sie entlassen, denn es gebe "nicht genügend Beweise, um die Männer wegen eines Verbrechens anzuklagen", wie die Staatsanwaltschaft entscheidet. Der tauchte auf, als sie in Handschellen abgeführt wurden.

Der Bürgermeister von Philadelphia zeigte sich bestürzt darüber, dass Philadelphia als Beispiel dafür herhalten müsse, wie Rassendiskriminierung im Jahr 2018 aussehe. Dazu schrieb sie folgende Zeilen: "Die Polizei wurde gerufen, weil diese Männer nichts bestellten". Die beiden Männer hätten die Toiletten benutzen wollen, was ihnen verweigert wurde, da sie nichts bestellt hatten. Deshalb seien sie verhaftet worden und mittlerweile wieder auf freiem Fuss. Nun entschuldigte sich der Konzernchef von Starbucks, Kevin Johnson, öffentlich für den Vorfall. In einer ausführlichen Stellungnahme bezeichnete er den Vorfall als "entmutigend" und die Verhaftung als "verwerflich". Polizeikommissar Richard Ross verteidigte die beiden Polizisten und erklärte, sie hätten lediglich auf einen Notruf reagiert und nichts Falsches gemacht. Er kündigte eine Überprüfung der Geschäftspraktiken an.


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