Wertvoller Silberschatz auf Rügen entdeckt

Auf einem 400 Quadratmeter großen Acker stießen sie auf einen Silberschatz aus dem späten 10. Jahrhundert mit Münzen, die dem Dänenkönig Harald Blauzahn (etwa 910 - 987) zugeordnet werden. Mehr als 100 Münzen ordneten sie der Regentschaft des legendären Dänenkönigs Harald Blauzahn (910–987) zu.

Entdeckt wurde der Schatz vom Hobbyarchäologen René Schön und dem 13-jährigen Luca Malaschnitschenko.

Für die Archäologen ist die Bedeutung des Fundes enorm. In der Nähe der Ortschaft Schaprode gruben sie am Wochenende verschiedene Schmuckstücke sowie etwa 600 teilweise zerhackte Münzen aus.

Mit dem Fund auf Rügen fügen sich möglicherweise weitere Puzzleteile in der Geschichte um Blauzahn zusammen. Sein Sohn trat als König von Dänemark seine Nachfolge an. "Mit dem romantischen Bild vom Schatzsucher, der reich werden will, hat das aber nichts zu tun", sagte Schirren. Eine Verbindung zwischen beiden Funden liege nahe, meint Schirren. Eine Erkenntnis, die für die Flucht-Theorie um den als Wikinger geborenen Blauzahn spricht.

Als Teil des Rügen-Schatzes haben die Forscher bereits weitere Münzen identifiziert: Auch aus dem englischen und orientalischen Raum sind Münzen in dem Schatz enthalten, die älteste wurde von einem deutschen Experten bereits auf das Jahr 714 datiert.

Der Name Blauzahn war Ihnen bis jetzt nicht geläufig?

Der Herrscher war historischen Quellen zufolge nach der verlorenen Ostseeschlacht gegen seinen Sohn Sven Gabelbart (965-1014) im Jahr 986 nach Pommern geflohen, wo er ein Jahr später auf der Jomsburg (wohl beim heutigen Wolin/Swinemünde) starb.

Der Grund: Blauzahn war für seine Kommunikationsfähigkeit bekannt und galt als geschickter Netzwerker und Diplomat. An der Entwicklung des in Mobiltelefonen verbreiteten Bluetooth-Funkstandards waren die skandinavischen Firmen Ericsson und Nokia beteiligt. Das Runenzeichen zeigt die Initialen H (Hagalaz) und B (Berkano) in Form eines Monogramms.


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