Cyberattacke von Russland auf USA und Großbritannien

Betroffen sind auch Privatpersonen.

Amerikanische und britische Behörden werfen der russischen Regierung vor, die Attacke auf zentrale Elemente des Internets unterstützt zu haben.

Konkret werden aber nicht nur russische Hacker beschuldigt, sondern auch der Kreml: Von der Regierung in Moskau unterstützte Gruppen hätten die Router infiziert, so der Vorwurf aus den USA und Großbritannien.

Der Umfang des Schadens sei nicht unbekannt, hieß es aus dem US-Heimatschutzministerium.

Das britische nationale Zentrum für Cybersicherheit, das FBI und das US-Ministerium für Heimatschutz veröffentlichten am Montag dazu eine gemeinsame Erklärung. Ciaran Martin vom Nationalen Cybersicherheitszentrums Grossbritanniens sagte, es seien "Millionen von Maschinen" ins Visier genommen worden. Auch Internetrouter von Privatpersonen würden angegriffen. Die Hacker wollten der Spionage den Weg bahnen, geistiges Eigentum rauben und dauerhaften Zugang zu den Netzwerken der Opfer gewinnen, warnten die britischen und US-Behörden. Es soll unter anderem um Router gehen, die Datenpakete in verschiedene Netzwerke weiterleiten, und um Firewalls, die eigentlich vor Hackerangriffen schützen sollen.

Russland steht nach Angaben der USA und Großbritanniens hinter einem großflächigen Angriff auf die Datennetze.

Die britischen und US-amerikanischen Behörden kündigten für den Laufe des Tages die Veröffentlichung von technischen Einzelheiten an, damit die Angriffe erkannt und Gegenmassnahmen ergriffen werden könnten. Möglicherweise brächten sich die Hacker für zukünftige Angriffe in Stellung. Betroffen seien Internetanbieter, Behörden, Unternehmen und Infrastruktur weltweit. Untersucht wird weiter, ob es Absprachen zwischen russischen Vertretern und dem Wahlkampfteam von Donald Trump gab.

Die neuen Vorwürfe erscheinen geeignet, die ohnehin bereits angespannten Beziehungen zwischen Russland und dem Westen weiter zu belasten.

Die gemeinsamen Luftangriffe der USA, Frankreichs und Großbritanniens auf mutmaßliche Chemiewaffenanlagen des syrischen Machthabers Baschar al-Assad hatten das Verhältnis der drei westlichen Staaten zu Russland zusätzlich.


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