Missbrauch im Fußballfan-Zug: Mutmaßlicher Täter stellt sich

Dabei wurden Fotos gemacht und die Personalien aufgenommen. Bei dem Mann soll es sich um einen Deutsch-Polen handeln, der beide Staatsbürgerschaften besitzt.

Wuppertal. Die Wuppertaler Staatsanwaltschaft ermittelt gegen einen 30 Jahre alten Fan des Fußball-Bundesligisten Borussia Mönchengladbach. Ihre Tochter hatte sie noch aus dem Zug heraus per Telefon über das Verbrechen informiert. Der Zug wurde daraufhin in Flörsheim angehalten und die junge Frau von der Polizei in Empfang genommen. Die Bundespolizei nahm von 750 Zuginsassen die Personalien auf. Sie hat die Ermittlungen wegen des Sexualdelikts gemeinsam mit der Polizei Mönchengladbach übernommen.

Die Verantwortlichen von Borussia Mönchengladbach zeigten sich am Sonntag betroffen: "Das ist ein entsetzlicher Vorfall, den wir natürlich verurteilen. Es ist eine Schande, dass Borussia mit einer solchen Tat in Verbindung gebracht wird", teilte Gladbachs Geschäftsführer Stephan Schippers auf der Vereinshomepage mit.

Das nordrhein-westfälische Landesamt für Zentrale Polizeiliche Dienste (LZPD) führt eine Statistik zu Reisezwischenfällen in Zusammenhang mit Liga-Fußballspielen - dazu zählen zum Beispiel Schlägereien oder Randale von Fangruppen auf Rastplätzen aber auch massive Sachbeschädigungen in Zügen und andere Fälle von strafrechtlicher Relevanz.

Die Tat soll sich in einem Zug mit Fußballfans auf der Rückreise vom Spiel Bayern München gegen Borussia Mönchengladbach ereignet haben. Das berichtet die Bild. Laut Polizei hat der Mann eine Haftstrafe wegen Körperverletzung zu verbüßen. Ei-ner der Passagiere habe der Polizei ein während der Fahrt gemachtes Bild von der 19-Jährigen mit einem Mann gezeigt.

Die junge Frau hatte auf dem Heimweg des Zuges gegen 1 Uhr in der Nacht die Polizei gerufen, weil sie auf der Zugtoilette des Sonderzuges sexuell missbraucht worden sein soll.

Polizisten stehen auf dem Bahnhof in Mönchengladbach. Nach einer zunächst erfolglosen Suche nach dem mutmaßlichen Täter, hat sich der Beschuldigte am Montagnachmittag (16.04.2018) bei der Polizei gemeldet.


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