Razzien gegen Rechtsextremisten in drei Ländern

Am Dienstag fand eine Razzia gegen Rechtsextremisten statt.

Die Bundesanwaltschaft ermittelt gegen vier Tatverdächtige, die wohl eine rechtsterroristische Vereinigung gründen wollten.

Karlsruhe - Wegen des Verdachts der Gründung einer rechtsterroristischen Vereinigung hat die Bundesanwaltschaft am Dienstag die Wohnungen von vier Beschuldigten in drei Bundesländern durchsuchen lassen. Die Beschuldigten sollen zudem Anschläge geplant haben. Ziel der gegründeten Vereinigung soll es gewesen sein, "den Nationalsozialismus in Deutschland zum Wiedererstarken zu verhelfen", wie die Karlsruher Behörde mitteilte.

Die Verdächtigen sollen sich spätestens seit 2017 unter dem Namen "Nordadler" zu einer rechtsterroristischen Vereinigung zusammengeschlossen haben. Festnahmen gab es keine.

"Dazu haben sie auch bislang aber noch nicht näher konkretisierte Anschläge auf politische Gegner in Erwägung gezogen". In Thüringen wurde die Wohnung einer nichtverdächtigen Person durchsucht. "Zu diesem Zweck sollen sich die Beschuldigten bereits bemüht haben, Waffen, Munition sowie Materialien zum Bau von Brand- und Sprengvorrichtungen zu beschaffen", so die Pressemitteilung der Bundesanwaltschaft. An der Aktion, die am Morgen auf Grundlage von Beschlüssen des Ermittlungsrichters beim Bundesgerichtshof begann, seien die Landeskriminalämter mit ihren jeweiligen Spezialeinsatzkommandos beteiligt.


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