Sachsens Ministerpräsident warnt vor neuem Feiertag im Norden

Osnabrück. Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) hat die norddeutschen Bundesländer vor der Einführung eines neuen Feiertags gewarnt. Dessen Bundesland hat zwar zwei Feiertage mehr, dennoch fürchtet Kretschmer eine ungerechte Behandlung - und eine Verteuerung deutscher Arbeit.

In Niedersachsen soll es einen weiteren Feiertag geben.

"So schön neue Feiertage für den einzelnen Arbeitnehmer kurzfristig auch sind, gesetzliche Feiertage verteuern die Arbeit in Deutschland", sagte Kretschmer unserer Redaktion.

1995 war der Buß-und Bettag in allen Ländern - außer in Sachsen - als arbeitsfreier Tag abgeschafft worden.

Sachsens Regierungschef sieht darin neue Ungleichheit zu Lasten sächsischer Bürger.

In Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Thüringen, Mecklenburg-Vorpommern und auch in Sachsen selbst ist der 31. Oktober schon jetzt ein gesetzlicher Feiertag. "Aber die sächsischen Arbeitnehmer zahlen seit 1995 für den freien Arbeitstag einen höheren Beitrag zur Pflegeversicherung". In Niedersachsen, wo das Thema unter anderem wegen der Belastungen für die Wirtschaft kontrovers diskutiert wird, muss der Landtag noch über den Gesetzentwurf der schwarz-roten Koalition abstimmen. Das Parlament des kleinsten Bundeslandes will aber abwarten, wie Niedersachsen entscheidet, bevor es sich endgültig festlegt. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

So viele Feiertage gibt es in den verschiedenen Bundesländern. Auf Dauer wäre das ganz schön teuer.


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