Syrien: Staatsmedien ziehen Berichte über Raketenangriffe zurück

Die syrische Luftabwehr hat Berichten der Staatsmedien zufolge in der Nacht zum Dienstag Raketen über der Stadt Homs im Westen des Landes abgeschossen.

Ob es sich wirklich um einen Fehlalarm handelte, ist bisher nicht offiziell bestätigt. Denn sowohl die USA als auch Israel erklärten, keine Kenntnis davon zu haben. Die Raketen seien in den "Luftraum über Homs eingedrungen", meldete die staatliche syrische Nachrichtenagentur Sana. Auch russische und israelische Medien hatten unter Berufung auf die syrischen Staatsmedien über die vermeintlichen Angriffe israelischer Kampfjets berichtet. Der Sender wertete den Vorfall als "Aggression".

Das US-Verteidigungsministerium erklärte umgehend, dass die USA in der Region derzeit nicht militärisch aktiv seien.

Ein Sprecher der israelischen Armee sagte der Nachrichtenagentur AFP zu Gerüchten, wonach es sich um einen israelischen Angriff gehandelt haben könnte, er habe keine Informationen "zu einem solchen Vorfall".

Sowohl israelische als auch russische Medien beriefen sich auf Berichte der syrischen Staatsagentur Sana und des syrischen Staatsfernsehen, nach denen unter anderem Ziele in Vororten von Damaskus als auch bei Homs angegriffen wurden.

Die USA, Großbritannien und Frankreich hatten in der Nacht zum Samstag Ziele in Syrien aus der Luft angegriffen und dies mit dem mutmaßlichen Giftgasangriff in der Stadt Duma begründet. Bei der Attacke wurden nach Angaben von Helfern mehr als 40 Menschen getötet.

Der syrische Luftwaffenstützpunkt Shayrat war bereits im vergangenen Jahr Ziel eines US-Raketenangriffs als Reaktion auf einen mutmaßlichen Chemiewaffenangriff auf den von Rebellen gehaltenen Ort Khan Sheikhoun, für den UNO-Experten ebenfalls den syrischen Machthaber Bashar al-Assad verantwortlich machten.


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