Nix zu holen in München: Eisbären liegen in Finalserie zurück

Die Eishockey-Finalserie zwischen dem EHC Red Bull München und den Eisbären Berlin geht wieder bei Null los. Der Titelverteidiger ließ den Eisbären Berlin am Mittwochabend beim 4:1 (1:0, 2:0, 1:1) keine Chance und ist nur noch zwei Erfolge vom dritten DEL-Erfolg in Serie entfernt. Im dritten Finalspiel fertigt der EHC die Gäste aus Berlin ab.

München. Die enttäuschten Berliner Eisbären wollten den argen Final-Dämpfer schnell abhaken und sich neu motivieren - und auch Don Jackson wies jeden Gedanken an eine Vorentscheidung im Titelkampf der Deutschen Eishockey Liga (DEL) von sich. Besser machte es wenig später, im nächsten Überzahlspiel, Routinier Michael Wolf, der nach Maßvorlage von Patrick Hager mühelos aus kurzer Distanz vollstreckte (37.) - 3:0! -Spielen im Eishockey. Dabei hatten die Münchner als Titelverteidiger ihre Herausforderer in Spiel drei derart im Griff gehabt, dass die Vermutung nahe liegt, dass die Jackson-Truppe in der Form nicht zu schlagen sein wird. Zunächst gewannen die Eisbären mit 4:3 bei den Roten Bullen, die revanchierten sich mit einem 5:4 in der Hauptstadt. Zum Gewinn des Titels sind vier Siege nötig. Nationalspieler Brooks Macek vergab kurz darauf im zweiten Powerplay die große Chance, die Führung auszubauen (14.). Der 40 Jahre alte Vehanen stand ab Mitte des ersten Drittels beinahe permanent im Blickpunkt und verhinderte unter anderem gegen Jason Jaffray, dessen Schuss er mit dem Schoner gerade noch an den Pfosten lenkte (17.), zunächst Schlimmeres. So musste erneut eine Überzahl-Situation für das 2:0 herhalten: Derek Joslin kam zentral vor dem Tor zum Abschluss und hatte Glück, dass der Puck Vehanen diesmal durch die Hosenträger rutschte - Jon Matsumoto setzte energisch nach und markierte bereits sein drittes Final-Tor (29.). Tatsächlich aber hinterließen sie schon zu diesem Zeitpunkt kaum den Eindruck, als könnten sie das Spiel noch einmal drehen. Prompt gelang den Hauptstädtern in der 44. Minute bei eigener Überzahl der erste Treffer: Nick Petersen fälschte einen Schuss von Frank Hördler von der blauen Linie gekonnt - und mit noch ein wenig Hilfe des Innenpfostens - ab. Vor allem saßen die Eisbären zu oft auf der Strafbank - was München eiskalt bestrafte.


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