Spahn über Masern: "Verantwortungslos, Kinder nicht impfen zu lassen"

Das geht aus den neuen Impfquoten für Schulanfänger hervor, die das Robert- Koch-Institut (RKI) vorgelegt hat. Bei der für den Schutz entscheidenden zweiten Masernimpfung stieg die bundesweite aber nur geringfügig auf knapp 93 Prozent. Bundesgesundheitsminister Spahn sagte, es sei verantwortungslos, Kindern nicht vollständig gegen Masern impfen zu lassen. Auch für die zweite Impfung müsse eine Impfquote von 95 Prozent das Ziel sein.

Diese Nachricht wurde am 20.04.2018 im Programm Deutschlandfunk gesendet.

Er forderte für Deutschland eine bessere Kooperation bei der Masernimpfung.

In den ersten zwölf Wochen des laufenden Jahres seien 92 Fälle gemeldet worden, berichtete das RKI anlässlich der Europäischen Impfwoche, die am Montag beginnt. Dem RKI wurden für 2017 insgesamt 929 Masern-erkrankungen übermittelt, fast dreimal mehr als 2016. Allerdings schwanken die Zahlen von Jahr zu Jahr stark. Dadurch will das Europaparlament eingreifen und Impfskepsis den Kampf ansagen.

Das Vertrauen der Menschen in Impfstoffe müsse gefördert werden, heißt es in einem Beschluss, den die Abgeordneten nun verabschiedeten.

Weltweit verhindern Impfungen nach EU-Angaben jährlich rund 2,5 Millionen Todesfälle. Denn: Im Zeitraum 2008 bis 2015 gab es wohl in Europa 215.000 Krankheitsfälle, die durch eine Impfung vermieden worden wären - Grippe ist da noch nicht mitgezählt. Doch die Impfraten in Europa seien zu niedrig. Der CDU-Abgeordnete Peter Liese erklärte: "Leider sind über die Impfungen zu viele Fake News im Umlauf und die Menschen vermeiden Impfungen im Glauben, das sie gefährliche Nebenwirkungen haben".

Die Infektion schwächt das Immunsystem und kann in sehr seltenen Fällen tödlich enden.


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