Mehr Risikogebiete für durch Zecken übertragene Hirnhautentzündung

Das Berliner Robert-Koch-Institut (RKI) hat zwei weitere Thüringer Regionen als Risikogebiete für die von Zecken übertragene Viruserkrankung FSME eingestuft. Damit ist die Zahl im Vergleich zum Vorjahr um 10 gestiegen. Somit sind Bayern und auch Baden-Württemberg fast flächendeckend betroffen. In Deutschland gibt es insgesamt 156 FSME-Risikogebiete. Bislang gab es im Freistaat schon acht Risiko-Gebiete, die allesamt im Süden und Osten Thüringens liegen. Die Mehrzahl (97 Prozent) der 2017 gemeldeten FSME-Erkrankten war dem RKI zufolge gar nicht oder unzureichend geimpft.

Zecken können den Erreger der Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) übertragen, einer virusbedingten Hirnhaut- oder Gehirnentzündung. Im vergangenen Jahr wurden in Sachsen 21 Erkrankungen gemeldet.

Bisher bestand in Sachsen nur im Vogtlandkreis eine besonders hohe Gefahr sich durch Zeckenbisse mit FSME zu infizieren.

Zecken lauern nicht nur in Wäldern und auf Wiesen auf Wirte. Menschen, die in FSME-Risikogebieten wohnen und arbeiten oder dort Urlaub machen, empfehlen die Fachleute eine Impfung. Durch einen Zeckenbiss kann auch die sogenannte Lyme-Borreliose übertragen werden, die Nervensysteme und Gelenke schädigen kann.


Beliebt

VERBINDEN